Archiv für März, 2010
Geschrieben am März 31, 2010 - von reisekalle
Naturimpressionen im Odenwald
Während meiner Wanderungen und Fahrten durch den Odenwald machte ich einige Momentaufnahmen, die nicht unbedingt typisch für diese Region sind. Weil ich sie aber dort gemacht habe, fasse ich sie als Naturimrpessionen im Odenwald zusammen.
Geschrieben am März 29, 2010 - von reisekalle
Erbach und Lautertal – Impressionen zweier Städtchen im Odenwald
Der schönste Teil des Städtchens gruppiert sich um das Schloss. Es bleibt beim Spaziergang nichts anderes übrig als zu staunen und zu genießen.
ErbachLautertal
Geschrieben am März 28, 2010 - von reisekalle
Südlicher Odenwald 06 – Von Dallau bis Limbach
Die Städte, die ich vorstelle, sind wie immer auf der Karte rot markiert. Limbach habe ich nicht vermerkt, liegt aber nördlich von Fahrenbach und Rittersbach.
Dallau
In Dallau befindet sich der Rest einer Wasserburg des Deutschen Ordens. Übrig geblieben ist nur noch der runde Eckturm und der Saalbau  mit mittelalterlichem Treppengiebel.
DallauLohrbach
Lohrbach ist ein Stadtteil von Mosbach. Im Zentrum stehen ein paar architektonische Sehenswürdigkeiten, wie die alte katholische Kirche von 1763 oder Schloss Lohrbach und Reste einer alten Burganlage von denen ich leider nicht viel in Erfahrung bringen konnte.
LohrbachFahrenbach
In Fahrenbach steht eine der schönsten Kirchen des Klassizismus in Baden, die evangelische Kirche, die 1830 im Weinbrenner-Stil erbaut wurde.
Rittersbach
In Rittersbach kann man in der neuromanischen Kirche St. Georgis  von 1896 schöne Fresken bewundern. Es sind Kopien der Fresken  von St. Georg in Reichenau-Oberzell. Der Kopist Fritz Kohlund malte sie 1888. Die Originale gehören zum Weltkulturerbe.
RittersbachAdelsheim
In Adelsheim stehen zahlreiche historische Bauwerke. Einige sind mir besonders aufgefallen.
AdelsheimHemsbach
Die Mauritiuskirche in Osterburken-Hemsbach ist seit 1281 bekannt. Die ehemalige Wallfahrstkirche ist denkmalgeschützt und enthält schöne Malereien aus dem 14./15. Jahrhundert.
MauritiuskircheLimbach
Bunt und schön, das kleine Feuerwehrhaus in Scheringen-Limbach.
Geschrieben am März 25, 2010 - von reisekalle
Südlicher Odenwald 05 – Mosbach, eine Traum für Freunde von Fachwerkhäusern
Geschrieben am März 24, 2010 - von reisekalle
Südlicher Odenwald 04 – Von Eberbach bis Neckarzimmern
Urlaubsstimmung kommt auf, wenn man am Neckar entlangfährt. Viele Städtchen und Burgen laden zum Spaziergang ein.
Eberbach
In Eberbach ist das Bummeln ein besonderes Vergnügen, da die Altstadt verkehrsberuhigt ist. Vier Türme, ein wenig Stadtmauer und viele schöne alte Häuser bieten dem Auge abwechslung.
Eberbach
Zwingenberg
Im Neckartal findet sich eine Burg nach der anderen.  Beeindruckend ist auch das Schloss Zwingenberg, welches im 13. Jh. erbaut wurde. Hier in der Nähe gelangt man zur Wolfsschlucht, die ich schon früher vorgestellt habe.
Schloss Zwingenberg
Neckargerach
Hoch über Neckargerach thront auf der gegenüberliegenden Neckarseite die Minneburg und präsentiert sich so als Wahrzeichen der Stadt.
Minneburg
Mörtelstein
In Mörtelstein steht ein schmuckes Fachwerkrathaus aus dem Jahre 1801.
Neckarelz
In Neckarelz beeindruckt das Tempelhaus, eine ehemalige Johanniterburg aus dem 12./13.Jh.
Tempelhaus
Neckarzimmern
Geschrieben am März 23, 2010 - von reisekalle
Südlicher Odenwald 03 – Hirschhorn, die Perle des Neckars
Geschrieben am März 22, 2010 - von reisekalle
Südlicher Odenwald 02 – Neckarsteinach
Neckarsteinach
Geschrieben am März 20, 2010 - von reisekalle
Südlicher Odenwald 01 – Schönau
Den Abschluss meiner Odenwaldreise bildet nun die südliche Region. Dabei stelle ich die Städte entlang des Neckars von Schönau bis Neckarzimmern vor. Heidelberg wurde bereits an anderer stelle behandelt.Von Neckarelz geht es längs der Elz nach Norden bis zur Heidersbacher Mühle und von dort noch ein wenig nach Osten bis nach Adelsheim und Hemsbach.
Schönau
Geschrieben am März 18, 2010 - von reisekalle
Eine Reise in die nahe Vergangenheit
Einmal besuchte ich das Freilandmuseum bei Gottersdorf. Ich wurde in dieser ländlichen Idylle sofort in eine Zeit versetzt, die teilweise noch gar nicht so lange her war. Die originalen Häuser aus dem 17. bis 20. Jahrhundert vermittelten eindrücklich das frühere ländliche Leben. Ich konnte mich selbst noch an den Kochherd oder das Badewasser erinnern, die beide mit Kohle und Holz beheizt und  an die Wäsche, die mit Händen gewaschen wurde. Da man mich als Kind noch nicht mit diesen umständlichen Arbeiten konfrontierte und ich allerhöchstens zuschauen durfte, so dachte ich gerne an diese abenteuerliche Zeit zurück.
Freilandmuseum GottersdorfGeschrieben am März 17, 2010 - von reisekalle
Städte im östlichen Odenwald
Östlicher OdenwaldDen östlichen Teil des Odenwaldes teilen sich Bayern und Baden-Württemberg. Die unterfränkischen Städte, die ich besuchte, sind Weilbach, Amorbach und Preunschen, Während  Hardheim, Walldürn, Buchen und Mudau zu Baden-Württemberg gehören.
Weilbach
In  Weilbach haben mir besonders die vielen Holzbrücken gefallen, die von der Hauptstraße aus über die Mud zu den Wohnhäusern führten.
Der Dreiröhrenbrunnen mittem im Ort mit dem großen Steintrog und dem barocken Relief findet sich als Wahrzeichen im Gemeindewappen wieder.
Impressionen aus Weilbach:
In der Nähe des Städtchens, etwa eine Stunde zu Fuß – anders geht es nicht – steht auf einem Berg die Gotthardsruine, die eine bewegte Geschichte hinter sich hat. Seit 714 ist sie bekannt. Sie war Raubritterburg und später Nonnenkloster. Während des Bauernkrieges wurde sie 1525 von den Aufständischen in Schutt und Asche gelegt, 1631 von Abt Erhard Landecker als Kirche wieder aufgebaut und schließlich 1714 vom Blitz getroffen.
Amorbach
Das Kloster in Amorbach war eine Benediktinerabtei und gehörte zu den frühesten Klostergründungen  im mainfränkischen Raum. Vier Benediktinerklöster hatten die Aufgabe, den unbesiedelten Odenwald zu erschließen, wobei das Kloster Amorbach für den östlichen Odenwald zuständig war. Das Kloster Lorsch dagegen, dass ich schon früher erwähnt hatte, für den Westen. Die Abteikirche mit ihrer großartigen Rokoko-Ausstattung zieht jährlich tausende von Besuchern an. Der Rokoko-Stuck wurde von den Wessobrunner Stuckateuren Johann Michael Feuchtmayer d. J. und Johan Georg Übelhör geschaffen; der Freskenzyklus mit insgesamt 23 farbenfrohen Fresekn sowie das Bild “Aufnahme Mariens in den Himmel” am Hochaltar von Matthäus Günther.  Die Stummorgel von 1782 ist eine der bedeutensten Barockorgeln. Die doppelläufige, blattvergoldete Rokoko-Kanzel stammt von dem Würzburger Holzbildhauer Johan Wolfgang van der Auvera. Sehenswert ist auch das schmiedeeiserne Chorgitter im frühen Rokokostil, welches bei der Andacht die Mönche von den Laien trennte.
AmorbachKirchzell
Mudau
Die Lok 997202 in der Nähe des Kreisverkehrs am Ortsrand erinnert noch an den Odenwald-Express. Diese einzige staatliche Schmalspurbahn des ehemaligen Großherzogtums Baden verband auf einer Strecke von 27,51 km Mosbach mit Mudau. Sie hatte auch den Spitznamen “Entenmörder” weil ihre Geschwindigkeit so langsam gewesen war, dass sie nur – auf den Gleisen sitzenden – Enten gefährlich gewesen sein soll.
Im Ortszentrum findet man die 1736 errichtete Mariensäule, die auch das Bild genannt wird. In früheren Zeiten versammelte sich dort an  Sommerabenden die Jugend  um den Rosenkranz und den Englischen Gruß zu beten. An Sonn- und Feiertagen sangen die Jungfrauen ein Marienlied dazu. Die Nazis verboten diesen Brauch, konnten ihn aber nicht verhindern. Gefährlicher für diesen Brauch war  in den 1960er Jahren das verstärkte Verkehrsaufkommen, so dass das Bildbeten aufgegeben werden musste.  Seit der Teilumgehung und der Verkehrsberuhigung der Hauptstraße konnte der Brauch 2001 wieder aufgenommen werden.
In der Nähe von Scheidental sind die Reste eines römischen Kohortenkastells gefunden worden.
Die Gegend um Mudau, und Buchen wird das Madonnenländchen genannt, weil überall Bildstöcke mit einer Madonna zu sehen sind.
Buchen
Ein Rundgang durch Buchen führt an einigen netten Sehenwürdigkeiten vorbei, wie der Mainzer Tor, das Hallenrathaus von 1723 oder die Stadtkirche St. Oswald.Â
BuchenWalldürn
Walldürn ist Deutschlands drittgrößter Wallfahrtsort. Angeblich hatte in der Kirche “Zum heiligen Blut” ein Priester im 14.Jahrhundert den Kelch mit dem Meßwein umgestoßen. Sofort formten sich auf dem weißen Leintuch die blutroten Umrisse des Gekreuzigten, die von 11 Christusköpfen eingerahmt wurden. Dieses Linnen wird in einem silbernen Schrein am Heilig-Blut-Altar aufbewahrt und an den Sonntagen nach Pfingsten den Pilgern gezeigt. Das mit reichem Stuck und Malereien geschmückte Innere der Kirche ist aber auch zu anderen Zeiten sehenswert.
Kirche zum heiligen BlutEtwas außerhalb kann das Römerbad und Kleinkastell Haselburg besucht werden.
Hardheim
Geschrieben am März 15, 2010 - von reisekalle
Michelstadt mit Rundum-Erlebnis-Garantie
Michelstadt
Michelstadt ist seit 741 n Chr. bekannt und gehört zu den ältesten Siedlungen  des Odenwaldes.Die Altstadt  mit ihren vielen Fachwerkhäusern ist malerisch. Das historische Rathaus aus dem Jahre 1484 wurde im spätgotischen Stil errichtet und ist sogar auf einer Briefmarke der Deutschen Post verewigt. Die Stadtmauer mit dem Diebesturm verstärkt das mittelalterliche Flair. Schloss Fürstenau im Stadteil Steinbach, das Eulbacher Jagdschloss mit Englischen Park und das Römerbad und Kastell bei Würzberg machen Michelstadt und seine nahe Umgebung zu einem kurzweiligen Ausflugsziel mit Rundum-Erlebnis-Garantie.
MichelstadtEulbacher Park
Kastell Würzberg
Geschrieben am März 15, 2010 - von reisekalle
Bergtierpark in Erlenbach
Geschrieben am März 14, 2010 - von reisekalle
Beerfeldener Viehmarkt
In Beerfelden findet jährlich – und das seit 105 Jahren – am zweiten Wochenende im Juli der Beerfeldener Pferde-, Fohlen- und Zuchtviehmarkt statt. Er ist Hessens größte Zuchtviehschau. Ich staunte über die Vielfalt, die es allein an Rindviechern gab, wo ich doch bisher nur zwischen schwarzweiß gefleckten, braunen , argentinischen und schottischen Rindern unterscheiden konnte.  Als während der Vorstellung auch noch Eigenschaften wie ein gut durchlüftetes Euter hinzukamen, und das war nur eines von der großen Liste der Merkmale, die ich mir merken konnte, da war ich nur noch fassungslos. Und so lief ich stundenlang in diesem Spektakel  zwischen Pferden, Eseln und Rindern, Ziegen, Schafen und Alpakas und allem möglichen Federvieh  und konnte mich kaum satt sehen.
Geschrieben am März 13, 2010 - von reisekalle
Städte im westlichen Odenwald
Westlicher Odenwald
Im westlichen Odenwald machte ich eine kleine Rundreise, die mich von Lindenfels entlang des Weschnitztales nach Süden bis nach Birkenau führte und dann über Beerfelden zurück nach Norden bis nach Michelstadt. Diese Städte liegen alle im hessischen Bereich des Odenwaldes. Michelstadt und Erlenbach, sowie den Viehmarkt in Beerfelden habe ich jeweils in gesonderten Artikeln behandelt, die in den nächsten Tagen folgen werden.
Lindenfels
Lindenfels, die Perle des Odenwalds, ist in eine waldreiche Berglandschaft eingebettet. Inmitten der Stadt erhebt sich die Burgruine gleichen Namens. Sie ist beliebtes Ausflugsziel, von dem man einen fantastischen Blick über das Weschnitztal hat.
LindenfelsMörlenbach
Am Marktplatz mit dem Dorfbrunnen steht die katholische Pfarrkirche St. Bartholomäus aus dem 12. und 13. Jh. und ein kleiner Rest der Befestigungsmauer aus dem 13. Jahrhundert. In der Kirche befindet sich ein Altar von dem bekannten spätgotischen Bildhauer Michael Erhart und eine 400 Jahre alte Orgel.
Birkenau
In Birkenau steht das älteste Rathaus im Kreis der Bergstraße. Es wurde 1552 errichtet. Rechts neben den Eingang kann man den Pranger sehen.
Ruine FreiensteinBeerfelden
Hoch über Gammelsbach, einem Stadtteil von Beerfelden, ragt die Burg Freienstein aus dem 12. Jahrhundert.
Nicht weit von Beerfelden entfernt steht der in Deutschland einzige vollständig erhaltene Galgen. 1804 soll dort die letzte Hinrichtung gewesen sein. Die sieben Linden um den Galgen herum sollen an die alte Thing-Gerichtsbarkeit errinnern.
Beerfelder GalgenHimbächelviadukt
Das 250 m lange, eingleisige Himbächlviadukt, über den die Odenwaldbahn fährt,  ist gut von der Bundesstraße 45 aus zu sehen. Es besteht aus 10 Bögen mit je 20 Meter Spannweite und einer maximalen Höhe von 40 Metern. Die Brücke wurde 1880- 81 errichtet.
HimbächelviaduktMossautal
In Güttersbach, einem Ortsteil von Mossautal, steht eine Quellkirche. In den Kellergewölben des benachbarten Pfarrhauses entspringt die Quelle.
Marbach-StauseeMossautal ist anerkannter Erholungsort. Die idyllische Landschaft in seiner Umgebung wird oft als Urlaubsziel genutzt. Bademöglichkeiten gibt es am Marbach-Stausee.
Geschrieben am März 12, 2010 - von reisekalle
Städte im nördlichen Odenwald
ÜbersichtsplanHessen, Bayern und Baden-Württemberg teilen sich den Odenwald. Heute möchte ich die Städte im Norden vorstellen und bewege mich damit ausschließlich im hessischen Bereich. Überall gibt es Kleinigkeiten zu sehen. Da eine Kirche, dort ein Schloss, eine Burg oder Ruine und immer wieder einmal ein besonders schönes Fachwerkhaus oder ein Häuserensemble.
Babenhausen
Das Wahrzeichen von Babenhausen ist der Hexenturm. Türme von mittelalterlichen Stadtbefestigungen werden häufig so genannt. Es ist dabei unerheblich, ob die Türme tatsächlich dazu benutzt wurden, um der Hexerei verdächtige Personen bis zu ihrer Verhandlung dort einzusperren. Manche Türme haben ihren Namen erst im 19. Jht. in schauriger Erinnerung an die Hexenprozesse bekommen.  In Babenhausen gibt es eine Bierspezialität, die Hexe. Auf dem Etikett ist eine Abbildung des örtlichen Hexenturmes zu sehen.
BabenhausenDieburg
Die Gegend um Dieburg ist sehr fruchtbar, deswegen haben sich hier bereits in der Eisenzeit Menschen angesiedelt. Urkundlich wird Dieburg erst im Mittelalter, 1196, erwähnt. Entsprechend ist das Stadtbild geprägt. Zahlreiche Fachwerkhäuser gibt es hier zu entdecken, wobei mir das Badhaus (1579-81) am besten gefallen hat. Neuere Bauten sind das klassizistische Rathaus aus dem Jahre 1828 und die katholische Pfarrkirche, die im Verhältnis zu dem kleinen Ort überdimensional groß erscheint. In der Wallfahrtskirche östlich der Altstadt befinden sich einige bedeutende Barockaltäre. Der Hochaltar aus dem Jahre 1749  birgt ein technisch außergewöhnliches Werk; eine Pieta aus Leder, auf die Mörtel und Leinwandschichten aufgetragen wurden.
DieburgRoßdorf
Das historische Rathaus stammt aus dem Jahr 1575.  Im alten Bahnhof  ist das Südhessische Handwerksmuseum untergebracht.
RoßdorfGroß-Umstadt
Der historische Marktplatz im Zentrum von Groß-Umstadt lädt zum Träumen ein. Er wird von zahlreichen Fachwerkhäusern flankiert. Man kann gemütlich in der Sonne sitzen, ein Glas Wein, ein Eis oder einen Kaffee genießen, das wunderschöne Renaissance-Rathaus (1596-1605) bewundern und in dieser Idylle auf Wolke Sieben schweben.
Groß-UmstadtRadheim
Durch Zufall fiel mir die Kirche in Radheim auf. Ich hielt an, um einen Blick hineinzuwerfen und war begeistert.
RadheimBreuberg
Burg Breuberg ist sehr gut erhalten und zählt deswegen zu den eindrucksvollsten Burganlagen in Südhessen.
Burg BreubergBreitenbach
In der Nähe von Breitenbach befindet sich der älteste Bildstock des Odenwalds, aus dem Jahre 1483. Ich musste ungefähr eine halbe Stunde laufen um dorthin zu kommen. Die Mühe war vergeblich, weil die Sonne zu diesem Zeitpunkt hinter den Bergen verschwunden war. Der Bildstock war nicht auf meiner Karte eingezeichnet und ich wusste nicht, wo ich in dem dämmerigen Licht suchen sollte . Ich versuchte es am nächsten Tag zu einer besseren Uhrzeit und  traf gottseidank einen Einheimischen, der mir kurzerhand die Erlaubnis gab mit meinem Auto dorthin zu fahren, obwohl der Weg  für Kraftfahrzeuge außer Forst- und Landwirtschaft, gesperrt war. Ich sollte mich auf ihn berufen, wenn es Zwischenfälle gäbe. Ich blieb in diesem Falle unbescholten und konnte ohne Anstrengung diesen Bildstock fotografieren. Ein anderes Mal, es war im südlichen Odenwald, kam ich nicht so glimpflich daven, weil ich keine Referenz hatte. Ich musste 35 € Strafe bezahlen, weil mich so ein übereifriger Förster von seinem Hochstand mit dem Nachtglas beobachtet hatte. Ich hätte ihn später gern erschossen, nachdem ich den Mahnbescheid bekam. Mein Navigationsgerät hatte nämlich diesen Waldweg als öffentliche Straße vermerkt und ich hatte, wohl aus Bequemlichkeit, meinem Navi mehr Vertrauen geschenkt als dem Verbotsschild am Waldrand. Dumm gelaufen.
Höchst im Odenwald
Von dem ehemaligen Augustinerinnenkloster, welches um 1200 als Fuldaer Filiale gegründet wurde, ist nur noch der romanische Westturm der Abteikirche vorhanden. Das Kloster wurde 1556 aufgelöst.
Otzberg
Sechs Gemeinden um den Otzberg haben sich zu einer Gemeinde gleichen Namens zusammengeschlossen. In Hering erhebt sich auf dem Berg die Veste Otzberg. Dieser Berg besteht aus Nephelinbasalt. An einigen Stellen ist er eindrucksvoll zu sehen, wie der Säulenbasalt in Hering, der als Naturdenkmal ausgewiesen ist. In Nieder-Klingen und in Lengfeld findet man  schöne historische Rathäuser.
OtzbergFischbachtal
Das Renaissance-Schloss im Ortsteil Lichtenberg erhebt sich weit sichtbar und ist Wahrzeichen und kultureller Mittelpunkt des Tales. Dem Schloss ist auf einem alleinstehenden Granithügel der Geschützturm “Krautbütt” vorgelagert. Er hat einen Durchmesser von 19 m, ist 15 m hoch und hat im Erdgeschoss eine Mauerstärke von 6 m.
FischbachtalFränkisch-Crumbach
Die Burgruine Rodenstein liegt malerisch im Wald.
Burgruine Rodenstein.Bad König
Etwas erhöht liegt das ehemalige Ressidenzschloss der Grafen von Erbach Schönberg aus dem Jahre 1559.
Geschrieben am März 10, 2010 - von reisekalle
Kurzporträts einiger Städtchen zwischen Rhein und Odenwald
Ich wechsele oft zwischen ein bißchen Wandern und dann wieder ein bißchen Herumfahren. Einmal lasse  ich mich von der Natur berauschen, das andere Mal bin ich auf dem Kulturtrip. Nachdem ich auf dem Burgenweg gewandert war, schaute ich mich zwischen Odenwald und Rhein ein wenig um, was dort die Städtchen zu bieten haben.  Darmstadt hatte ich schon außerhalb der Reihe besucht und die anderen Städtchen, durch die ich über den Burgenweg gekommen bin, lasse ebenfalls aus. So arbeitete ich mich langsam von Trebur bis nach Viernheim vor. Dazwischen besuchte ich von Nord nach Süd Pfungstadt, Gernsheim, Hofheim, Lorsch und Lampertheim. Natürlich kann hier keiner sensationelle Überraschungen erwarten. Das Rheintal ist hier sehr zersiedelt. Die Natur macht sich rar. Doch sind die einzelnen Ortschaften wie kleine Ruhepunkte mit einer gewissen Idylle, die, wenn die Sonne scheint, Urlaubsstimmung aufkommen lässt.
Trebur
In Trebur beginnt der hessische Teil der Deutschen Fachwerkstraße. Dementsprechend kann Trebur ein paar nette Fachwerkhäuser  vorweisen und ein Rathaus aus dem Jahre 1577.
Trebur:
Pfungstadt
In Pfungstadt hat mir die Kombination Pfarrkirche (146-48) und Kirchenmühle (Erdgeschoss 1570, Fachwerk 1630) gut gefallen. Außerdem gibt es hier das Pfungstädter Bier.
Gernsheim
In Gernsheim steht die Spätgotische Wallfahrtskirche Maria Einsiedel. Man muss nicht katholisch und noch nicht einmal gläubig sein, um sich von von der wohltuenden Ruhe einfangen zu lassen.
Zwingenberg
Zwingenberg hat eine Altstadt, die recht attraktiv ist und einige interessante Fachwerkhäuser besitzt. Hoch über den Dächern ragt die kleine spätmittelalterliche Bergkirche empor. Das Schlösschen wurde um 1520 errichtet und dient heute als Rathaus.
Zwingenberg
Hofheim
Obwohl in Hofheim die barocke Kirche St. Michael auf den ersten Blick bescheiden aussieht, wurde sie von keinem geringeren als Balthasar Neumann geplant. Im Inneren besticht sie durch opulente Barockaltäre mit teilweise qualitätvollen Skulpturen. Das Hochaltarbild stammt von Johann Konrad Seekatz und das Schnitzwerk  scheint aus der Schule Paul Egells zu stammen.
Hofheim (Ried)
Lorsch
Lorsch hat ein schönes Rathaus, das 1715 gebaut wurde. Besondere Bedeutung jedoch hat die Torhalle, welche den Inbegriff der karolingischen Kultur darstellt. Leider ist die Torhalle nur ein kleiner verbliebener Rest einer großartigen Klosteranlage. Die ehemalige Klosterkirche St. Peter und Paul und St. Nazarius ist wesentlich jünger und stammt aus dem 12. Jht.
Kloster Lorsch
Lampertheim
In Lampertheim gibt es die kleine katholische Kirche St. Andreas (1770-71), die als Simultankirche benutzt wurde, bevor die imposante neugotische evangelische Kirche (1863-68) gegenüber entstand.Ebenfalls in der Nähe steht das stattliche, ehemalige kurfürstliche Jagdhaus und Rentamt, ein schöner Barockbau mit Mansardendach.
LampertheimViernheim
Viernheim liegt zwischen drei Autobahnkreuzen und wurde zu allem Überdruß im zweiten Weltkrieg stark zerstört. Trotzdem imponiert schon von weitem die neugotische Pfarrkirche St. Aposteln (Ende 19.Jh.), deren Inneres – mit zwei historischen Altären – schön anzuschauen ist.
Geschrieben am März 9, 2010 - von reisekalle
Darmstadt – Kurze Einblicke in die viertgrößte Stadt Hessens
Darmstadt ist mit ca. 142.000 Einwohhnern die viertgrößte Stadt Hessens und war einmal die Hauptstadt dieses Bundeslandes gewesen. Heute wird sie als Wissenschaftsstadt bezeichnet und gehört zu den schönsten Jugendstilmetropolen Europas.
Der Luisenplatz mit dem Ludwigsmonument ist das Herz von Darmstadt.Im Hintergrund ist das spätbarocke Kollegienhaus zu sehen, in dem das Regierungspräsidium seinen Sitz hat. Folgt man von hier der Wilhelminenstraße, so findet man am Endedie  St. Ludwigskirche, die 1827 von Georg Moller nach dem Vorbild des römischen Pantheons erbaut wurde. Das Alice-Denkmal vor dem Portal ist der Tochter der englischen Königin Viktoria gewidmet. Georg Moller war ein Architekt (1884-1852) der vor allem in Süddeutschland und besonders in Hessen tätig war. Leider wurden die meisten seiner Werke im 2. Weltkrieg zerstört. Die Ludwigssäule und das Mausoleum in Darmstadt blieben als einzige unversehrt. Die Ludwigskirche wurde rekonstruiert.
Das Staatstheater in der Nähe vereint das Große Haus (Oper), das Kleine Haus (Schauspiel) und die Werkstattbühne.
Am Marktplatz
Das Alte Rathaus am Marktplatz wurde 1598 errichtet und beherbergt heute das Standesamt. Gut gefallen hat mir die Mathildenhöhe mit dem Hochzeitsturm und der russischen Kapelle.
Mathildenhöhe:
Der Herrngarten  ist ein schöner Park mit seltenen Bäumen. In der Nähe liegt das Prinz-Georgs-Palais (1710),  in dem die Großherzogliche-Hessische Porzellansammlung ausgestellt ist.
Herrngarten und Prinz-Georgs-Palais:
Etwas außerhalb von Darmstadt lohnt ein Abstecher zum Jagdschloss Kranichstein, welches heute ein Jagdmuseum und ein Hotel beherbergt. Hundertwasser-Fans können im Bürgerparkviertel das letzte Werk des Wiener Künstlers bewundern.
Waldspirale:
Geschrieben am März 8, 2010 - von reisekalle
Heidelberg – Das Ende des Burgenweges und gleichzeitig Höhepunkt der Wanderung
Am Ende des Burgenweges öffnet sich das Neckartal mit einem grandiosen Blick auf Heidelberg und sein Schloß.
Funde beweisen, dass schon vor 600.000 Jahren Menschen in der Region um Heidelberg lebten. Der homo heidelbergensis ist der älteste europäische Menschenfund. Um 400 v.Chr. lebten hier die Kelten und 80 n. Chr. die Römer. Heidelberg selbst wird erstmals um 1196 erwähnt. Während ich langsam vom Philosophenweg auf schmalem Pfad nach Heidelberg hinabsteige, habe ich Zeit ein wenig die Geschichte Revue passieren zu lassen. Doch je mehr ich mich der Stadt nähere, rückt die Vergangenheit dorthin, wo sie hingehört und macht der Freude auf die vielen schönen Kneipen und Restaurants Platz. Denn nachdem sich das Auge genug gelabt hat, soll nun der Gaumen zu seinem Genuss kommen. Auf alle Fälle bleibt Heidelberg eine Stadt, an die ich immer wieder gerne zurückdenke.
Heidelberg:
Geschrieben am März 8, 2010 - von reisekalle
Burgenweg im Odenwald – Endspurt mit Burgen und Naturimpressionen
Während die vierte Etappe zwischen Weinheim und Schrießheim außer Weinbergen und Aussichten auf das Rheintal kulturell wenig zu bieten hat, begegnen wir auf der letzten Etappe den Ruinen Strahlenburg und Schauenburg.
Kurz nachdem wir Schrießheim verlassen haben, stoßen wir auf die Ruine Strahlenburg. Sie wurde 1235 errichtet und brannte vermutlich im 15. Jh. aus. Im 18. Jahrhundert wurden ihre Steine zum Bau von Mauern für die Weinberge abgetragen.
Die Ruine Schauenburg erlitt ein ähnliches Schicksal. 1130 errichtet, 1460 von den Pfälzern zerstört, dienten die Reste der Burg als billiges Baumaterial. Im 20. Jahrhundert fiel  schließlich ein großer Teil der Vorburg dem Prophyrsteinbruch zum Opfer.
Bevor wir nun das Ende des Burgenwegs erreichen möchte ich noch einige Naturimpressionen vorstellen, die ich auf der gesamten Strecke des Burgenweges gemacht habe.
Naturimpressionen entlang des Burgenweges:
Geschrieben am März 7, 2010 - von reisekalle
Burgenweg im Odenwald – 3.Etappe – Von Bensheim bis Weinheim
Auf der dritten Etappe geht es weiter nach Heppenheim. Diese Stadt wird 755  das erste Mal urkundlich belegt. Eine Besiedlung dieses Raumes ist aber schon seit 2000 v. Chr. belegt. Später herrschten hier die Römer, welche den Weinbau an der Bergstraße einführten.  773  wird die Stadt dem Kloster Lorsch geschenkt.
HeppenheimAbt Udalrich ließ die Starkenburg um 1056 errichten um die Selbständigkeit des Klosters zu verteidigen. Die Burg wurde oft umkämpft, wechselte mehrere Male die Besitzer. Sie trotzte im 17. Jh. den Franzosen, die darüber so wütend wurden, dass sie wenigstens Heppenheim völlig niederbrannten. Dennoch kann die wiederaufgebaute Stadt ein schönes Stadtbild vorweisen.
Weinberge an der BergstraßeAnschließend geht es durch Weinberge bis nach Weinheim.
Geschrieben am März 6, 2010 - von reisekalle
Der Burgenweg im Odenwald – 2. Etappe – Von Jugenheim bis Bensheim
Zunächst möchte ich eine kurze Übersicht über die letzten vier Etappen geben:
2. Etappe  (19,9 km): Jugenheim bis Bensheim. Sehenswert sind das Alsbacher und das Auerbacher Schloss, sowie das Fürstenlager bei Auerbach und das Etappenziel selbst.
3. Etappe (23,1): Sehenswert sind die Starkenburg, Heppenheim mit seinen vielen Fachwerkhäusern und seinem schönen Rathaus. In Weinheim lässt es sich vor allem gut schlemmen.
4.Etappe (19,2 km): Diese Etappe zieht sich nach meiner Meinung zu sehr. Zwar ist der Exotenwald mit seinen vielen seltsamen Bäumen aus aller Welt ein Höhepunkt. Danach bietet die Strecke kaum Abwechslung.  Die Weinberge lassen den Blick ins Rheintal frei. Dieses ist aber zu sehr zersiedelt und von Industrie und Gewerbeflächen zugebaut, dass es oft kein schöner Anblick ist.
5.Etappe (14,2 km): Ruine Strahlenburg und Ruine Schauenburg bereiten schon auf den Höhepunkt “das Heidelberger Schloss” vor. Auch die Natur zeigt sich wieder gefälliger und schließlich werden die Erwartungen, sobald sich das Tal nach Heidelberg hin öffnet, aufs vorzüglichste belohnt.
Vorher aber möchte ich mit dem Alsbacher Schloss beginnen.
Da Alsbacher Schloss:
Eigentlich sind die Schicksale der Burgen alle ähnlich. Im Mittelalter werden sie errichtet, irgendwann zerstört, manchmal wieder aufgebaut und zu guter Letzt dem Verfall überlassen.
Das Auerbacher Schloss enthält einige Varianten.  Ursprünglich eine Burg, zwischen 1222 bis 1232 erbaut, im 14. Jahrhundert ausgebaut,  1674 vom französischen Marschall Turonne erstürmt und teilweise zerstört. Darauf hin begann der Verfall. Nachdem der Nordturm 1820 einstürzte wurde die Auerbacher Burg etwa 30 Jahre später wieder aufgebaut und im 19. Jht. zum Schloss umgebaut.
Das Auerbacher Schloss:
Bei Auerbach findet sich der Staatspark Fürstenlager, welches im 18. als Sommerresidenz für den Landgrafen Ludwig X von Hessen-Darmstadt errichtet wurde. Hier lässt es sich noch heute zwischen den vielen schönen Gebäuden lustwandeln. Auf dem 25 ha großen Staatspark wurden im Laufe der Zeit über 50 Gehölze, wie Japanische Sicheltannen, Kaukasusfichten, Rotfichten, Spitzahorn. Hier befindet sich auch der älteste Mammutbaum Europas.
Das Auerbacher Fürstenlager:
Den Abschluss bildet Bensheim.
Geschrieben am März 6, 2010 - von reisekalle
Der Burgenweg im Odenwald – Highlights am laufenden Band – 1. Etappe
Bald nach dem ersten Aufstieg – von Darmstadt-Eberbach aus – bieten sich schöne Ausblicke auf den Odenwald. Dann häufen sich die Sehenswürdigkeiten auf der – mit 14 Kilometern – kürzesten Etappe. Burg Frankenstein, die Galgenbuche, die Burgruine Tannenberg und die Klosterruine Heiligenberg lassen die erwartungsvolle Spannung auf die nächsten Etappen steigen.
Burg Frankenstein:
Burgruine Tannenberg:
Klosterruine Heiligenberg, Goldenes Kreuz und Mausoleum:
Geschrieben am März 5, 2010 - von reisekalle
Landschaftliche Höhepunkte im Odenwald
Meiner Meinung nach gibt es  im Odenwald drei herausragende landschaftliche Sehenswürdigkeiten. Das Felsenmeer, die Margarethenschlucht und die Wolfsschlucht.
Das Felsenmeer ist vermutlich die bekannteste Attraktion des Odenwaldes und leider - obwohl Naturschutzgebiet – zu einem Naherholungsgebiet degradiert. Dieses Naturdenkmal – für jeden leicht erreichbar – wird jährlich von über 100.000  Menschen besucht.  Die Stille des Waldes wird in einen Rummelplatz verwandelt. Deswegen darf sich keiner wundern, dass dieses Naturdenkmal  kontinuierlich durch Trampelpfade, Müll und ausgerissenes Blattwerk zerstört wird.
Der Sage nach haben sich zwei Riesen, die in der Gegend von Reichenbach wohnten, gestritten. Der eine saß auf dem Felsberg und der andere auf dem Hohenstein. Eines Tages  gerieten sie in einen furchtbaren Streit. Sie sammelten beide große Steine und Felsbrocken aus der Umgebung um sich gegenseitig zu bewerfen. Der Beschuss hielt solange an, bis dem Felsberger Riesen das Wurfmaterial ausging und er unter den Geschossen des Hohensteiner Riesen begraben wurde. So entstand das Felsenmeer.
Tatsächlich entstand der Odenwald vor 500 Millionen Jahren, als infolge der Kontinentaldrift sich die beiden Großkontinente aufeinander zubewegten. Dabei wurde ein kleinerer Kontinent in die Tiefe geschoben und dort aufgeschmolzen. Diese Gesteinsschmelzen stiegen nun langsam aus der Tiefe auf und kühlten sich ab. Beim Abkühlen schrumpften und rissen die Gesteinskörper.  Das Aufsteigen der Gesteine und die einsetzenden Verwitterungsprozesse, die dem Felsenmeer die endgültige Gestalt gaben, sind eine Entwicklung von mehreren 100 Millionen Jahren in der der weltweite Anstieg des Meeresspiegels im jüngeren Erdmittelalter, das Einbrechen des Rheingrabens vor 50 Millionen Jahren und die  Eiszeit vor 12000 Jahren erheblich mitwirkten.
Das Felsenmeer war zur Römerzeit eine große Werkstatt der Steinmetze. Nahzu dreihundert unfertige Werkstücke wurden hier hinterlassen, wie zum Beispiel die Säule, die auf einem der Bilder zu sehen ist.
Das Felsenmeer:
Wesentlich abenteuerlicher und einsamer und daher – meiner Meinung nach – attraktiver, sind die beiden Schluchten am Neckar.
Die Margarethenschlucht zwischen Mosbach und Eberbach ist durch den Flursbach entstanden, der sich tief in den Gickelberg hineingegraben hat. Auf acht Wasserfallstufen überwindet er insgesamt 110 Höhenmeter. Damit zählt die Margarethenschlucht zu den höchsten Wasserfällen Deutschlands. Man kann auf einem schmalen gesicherten Pfad, der teilweise alpinen Charakter hat, durch die Schlucht klettern.
Die Margarethenschlucht:
Ein paar Kilometer weiter flussabwärts lieg bei Zwingenberg die Wolfsschlucht, die ähnlich spektakulär ist. Man sagt, dass die Wolfsschlucht Carl Maria von Weber zu seiner Oper Der Freischütz inspiriert habe. Auf alle Fälle  fehlt diese Oper nie bei den jährlichen Schlossfestspielen auf der Zwingenburg .
Die Wolfsschlucht:
Geschrieben am März 4, 2010 - von reisekalle
Das 1001 kleine Schritte-Programm – Vom Chaos zur Struktur
Ich wurde bereits von einigen darauf angesprochen, dass nicht wirklich klar ist, warum ich das 1001-Schritte-Programm abgebrochen habe. Dieses Program war oder ist ein Spendenprogramm, in dem ich soziale Einrichtungen unterstützen will. Ich hatte es eng mit meinem Projekt “Kanarische Inseln” verknüpft. Da ich dieses Projekt  durch unvorhergesehene Ereignisse abbrechen musste, ist natürlich auch das 1001-Schritte-Programm fürs erste gestorben. Meine Vorstellungen waren auch zu kompliziert und nicht richtig nachvollziehbar. Natürlich werde ich es mit meiner Afrikareise neu aufleben lassen und vereinfachen. Einen guten Gedanken haben, ist die eine Sache. Diesen Gedanken in eine gute Struktur bringen, ist die andere Seite. Mittlerweile stehen mir ein paar Menschen zur Verfügung, die meinem Chaos eine Richtung geben, so dass diese Richtung bald jeder verstehen kann.
Es wird also auch hier bald weitergehen. Spätestens jedoch mit beginn der Afrikareise.
Geschrieben am März 4, 2010 - von reisekalle
Liebliche Täler, sanfte Hügel – der Odenwald
Bisher habe ich die Regionen und Mittelgebirge der rechten Mainseite vorgestellt, wie z.B. die Wetterau, den Vogelsberg und den Spessart. Heute möchte ich den Odenwald präsentieren, zuvor jedoch kurz zusammenfassen um die Unterschiede der bisher erschlossenen Gebiete hervorzuheben.
Die Wetterau wird durch den genügsamen und ergiebigen Boden stark wirtschaftlich genutzt. Deswegen gibt es hier kaum ursprüngliche Natur. Dafür zeigt der ländliche Charakter seine Reize und manches Städtchen hütet kulturelle Schätze. Hier bin ich zum ersten Mal auf Fachwerkkirchen gestoßen, die zahlreich verteilt sind. Aber auch Bad Nauheim beeindruckt als Kurstadt oder Friedberg und Büdingen mit seinen gut erhaltenen Festungsanlagen.
Der Vogelsberg ist der einzige Schildvulkan Deutschlands. Seine höchste Erhebung liegt wie bei einem Schild in seinem Zentrum. Hier herrscht ein rauheres Klima. Landschaftlich reizvoll ist das Gebiet um den Taufstein und den Hohenrodskopf. Hier wird der Wald seit Jahren sich selbst überlassen. Aber auch andere Naturschutzgebiete, wie das Hochmoor oder der Obermooser See sind einen Ausflug wert. Immer wieder trifft man auf  Lava, die zu Basalt erstarrte; fantasievolle Formen sind entstanden, die dann als Uhuklippen oder Dicke Steine bezeichnet werden.
Der Spessart besitzt ausgedehnte Wälder. Die meisten Siedlungen befinden sich an seinen Rändern. Man kann tagelang die Natur pur genießen. Die Höhe seiner Gipfellagen liegt zwischen 450 m und 586 m. Einmal emporgestiegen gibt es kaum noch Steigungen.
Ein anderer Fernwanderweg ist der “Schmetterling des Odenwaldes”. Er ist 510 km lang und besteht eigentlich aus vier Fernwanderwegen, die jeweils um die 100 bis 150 Kilometer lang sind. Zusammen haben sie etwa die Form eines Schmetterlinges. Man wandert hier überwiegend auf breiten Wegen, die teilweise ihre Längen haben. Trotzdem bietet er eine gute Gelegenheit die unterschiedlichen Charaktere des Odenwaldes kennenzulernen.
Demnächst folgen Bilder vom Felsenmeer und den beiden Schluchten.
Geschrieben am März 2, 2010 - von reisekalle
Würzburg
Würzburg ist mit seinen 133.000 Einwohnern die fünftgrößte Stadt Bayerns und sollte den krönenden Abschluss für die erste Hälfte meiner Reise entlang des Mains bilden. Um dies zu bewerkstelligen mußte ich die kleinen Städtchen ab Gemünden am Main, die auf der Landkarte eingerahm sind, vorerst überspringen. Die immer häufiger auftretenden trüben Tage des späten Herbstes, die meinen Bildern eine ebenso trübsinnige Atmosphäre aufdrücken wollten, zwangen mich dazu. Sobald  ich die Reise wieder aufnehme –  nach meinem Afrikatrip  also frühestens 2011/12 – werde ich den Besuch dieser Städtchen nachholen.
Beeindruckend war in Würzburg vor allem die fürstbischöfliche Residenz, die auf der UNESCO-Liste der Weltkulturgüter steht. Die Residenz, die 1720 – 44 nach Plänen von Balthasar Neumann errichtet wurde,  gilt als das Hauptwerk des Süddeutschen Barock und zählt zu den bedeutensden Schlössern Europas.
Bischöfliche Residenz:
Am Marktplatz im Zentrum steht der prächtigste Rokokobau der Stadt, das Haus zum Falken; daneben eine der interessantesten spätgotischen Kirchen Bayerns, die Marienkapelle. 1377 wurde mit dem Bau der Hallenkirche begonnen. Diese Kirche ist ein Zeugnis für das selbstbewußte Aufreten einer wohlhabenden Bürgerschaft. Durch deren großzügigen Spenden konnte 1393 der hochgotische Chor und 1440 das dreischiffige Langhaus vollendet werden. 1479 wurde der Bau des asymmetrischen Westturmes abgeschlossen.
Am Marktplatz:
Das Neumünster wurde im 11.Jh. über den Gräbern der irischen Mönche Kilian, Kolonat und Totnan errichtet. Im frühen 18. Jh. wurde die Basilika durch die mächtige achtseitige Kuppel ausgebaut und erhielt, nach den Plänen von Johannes Dientzenhofer, die großartige Westfassade, welche eines der Prunkstücke des Würzburger Barock darstellt.
Neumünster:
Nicht weit davon entfernt präsentiert sich der Dom St. Kilian. Er stell ein Hauptwerk der deutschen Architektur des 11./12.Jh. dar und ist der viertgrößte Sakralbau Deutschlands. Wenn man vom Dom die Domstraße in Richtung Main läuft, trifft man rechter Hand auf den Grafeneckarthof, der seit 1212 Sitz des Bischöflichen Beamten Eckart war und seit 1316 als Rathaus dient.
St. Kilian Dom und Grafeneckarthof:
Läuf man auf der Domstraße weiter, erreicht man die Alte Mainbrücke, ein Wahrzeichen Würzburgs.
Alte Mainbrücke:
Von hier aus sollte man unbedingt einen Abstecher zur Festung Marienberg machen, die über dem Main thront.  Bereits um 1000 v.Chr. entstand hier eine keltische Fliehburg, an deren Stelle im Jahre 704 eine Marienkirche errichtet wurde. Dieser merowingische Rundbau im Burginnenhof ist das älteste Gebäude Deutschlands. Um 1200 wurde dann mit dem Bau der Burganlalge begonnen, welche im Laufe der Zeit – vor allem während der Renaissance – zahlreichen Umbauten und Erweiterungen unterworfen war.
Festung Marienberg:



















































































