Archiv für April, 2010
Geschrieben am April 30, 2010 - von reisekalle
Rhön: Extratour “Museumstour” oder Verirrungen am laufenden Band
Ich hatte also rechtzeitig den besagten Chip in der Tasche  und konnte mich nun auf meine  20 Kilometer lange Wanderung vorbereiten. Mit den obligatorischen Pausen zum fotografieren würde ich mindestens sieben Stunden unterwegs sein.  Dadurch kam ich etwas in Zeitdruck. Ich hatte keine Ahnung, wann aktuell die Sonne untergeht und ich befürchtete, dass mich eventuell die Nacht überraschen und ich eine Teilstrecke im Dunkeln wandern müsste. Dieser Gedanke gefiel mir überhaupt nicht, zumal ich mein Stirnlicht zu Hause liegen gelassen hatte.
Gerade weil nichts geschehen durfte, was eine Verzögerung des Zeitablaufs bedingte, verfolgten mich wie ein böses Omen mehrere Mißgeschicke hintereinander. Genauer gesagt vier. Es begann damit, dass ich gedankenverloren den geplanten Einstieg der Rundwanderung verwechselte. Ich setzte also  einen anderen Startpunkt voraus und war sichtlich verwirrt, dass ich um Kurven und Biegungen lief, die laut Karte überhaupt nicht sein durften. So irrte ich die  ersten 20 Minuten ziemlich orientierungslos umher und dachte allen Ernstes an Dinge wie Raum- und Zeitverschiebung, bevor ich endlich begriff, dass diese  irrealen Phänomene  verträumte Kurzschlüsse waren.  Erst als ich einen übrig gebliebenen Kontrollturm der ehemaligen innerdeutschen Grenze erreichte,  konnte ich mich lokalisieren. So hatte dieser Wachturm wenigstens einmal in seinem Leben eine sinnvolle Aufgabe gehabt.
Ehemalige innerdeutsche GrenzeMeine Gedanken schweifen öfters ab und so träumte ich wieder einmal vor mich hin. Ich hatte frische Äpfel von den Bäumen an der Straße gepflückt und stellte mir vor, wie schön es wäre, später einmal einen eigenen Selbstversorgerhof zu haben, um endlich Gemüse und Obst essen zu können, das auch nach Obst und Gemüse schmeckt. Denn selbst das Biogemüse, ist Dank der Massenproduktion keine Gaumenfreude mehr. Inmitten dieser Träumereien, mit dem herrlichen Geschmack eines frischen nach Apfel schmeckenden Apfels im Mund, blieben plötzlich die Wanderzeichen aus. Diesmal war es kein großes Problem. Fladungen war schon zu sehen und da ich dort auf alle Fälle meinen Wanderweg wiedertreffen musste, lief ich querfeldein.
FladungenDas zweite Mal verlor ich die Zeichen bei der St. Gangolfkirche, die gleich hinter Fladungen auf einem Hügel thront.  Diesmal  konnte ich wirklich nichts dafür. Der Weg samt Hinweiszeichen musste zugewachsen sein.Ich lief mehrmals auf und ab und um die Kirche herum. Der Weg blieb verschwunden, ich endete immer wieder in einer Sackgasse.  Schließlich lief ich – immerhin näherte sich die Sonne schon gefährlich nahe dem Horizont -einfach in die Richtung, in der ich vermutete, dass sie richtig sei.  Das ist gar nicht so einfach. Diese sogenannten Premiumwanderwege, auf welche die deutschen Wandervereine so stolz sind,  findet man nämlich auf keiner vernünftigen Wanderkarte. Dafür erhält man ein Heftchen, in denen die Touren in einem Maßstab von schätzungsweise 1:100.000 eingezeichnet sind. Sie sind schön anzuschauen aber für die Orientierung nur solange brauchbar, wie man die Wanderzeichen nicht aus den Augen verliert.
Beim dritten Mal wies ein Richtungsschild einfach so in eine Wiese hinein. Ein Weg war kaum zu erkennen und das rote M, das Symbol für diesen Wanderweg “Museumstour”, ließ sich auf einer Strecke von 1000 m nicht blicken.  Dieses Herumirren und Zweifeln kostete mich jedes Mal eine Menge Zeit. Es war 19.00 Uhr, es dämmerte bereits und ich hatte noch vier Kilometer Aufstieg vor mir. Glücklicherweise konnte ich mein Auto kurz vor Dunkelheit orten und erreichte es mit dem Wissen, dass die aktuelle Zeit für das Verschwinden des Tageslichtes 20:05 Uhr ist.
Auf dem Campinplatz baute ich dann mein Zelt im Lichte der Autoscheinwerfer auf und kann euch beruhigen, dass das Resultat am nächsten Tag ganz leidlich aussah.
Schnappschüsse auf der Museumstour:
Geschrieben am April 28, 2010 - von reisekalle
Rund um die Extratour “Rotes Moor” – ein kleiner Nachtrag
Vor gar nicht langer Zeit habe ich kurz die Extratour “Rotes Moor” beschrieben. Nun sind mir noch ein paar Bilder in die Hände gekommen, die ich ergänzend hinzufügen möchte.
Geschrieben am April 23, 2010 - von reisekalle
Rhön: Extratour Hilderser
Je nachdem zu welcher Uhrzeit man die Wanderung beginnt, kann man vorher oder nachher in Hilders einkehren, oder sich sogar – wie ich es bevorzugt habe – zweimal belohnen. Vor der Wanderung gab es Rhönforelle, nach der Wanderung ein gutes Eis. Beide Male ein gutes kühles Bier dazu. Wer Kultur mag, kann sich die katholische Barockkirche St. Bartholomäus von 1793-96 anschauen. Die Innenräume sind mit einer reichen barocken Ausstattung versehen.
Die 12 Kilometer lange Wanderung begann am Ortsrand und gleich dort befiel mich der Neid, als ich dieses prachtvolle Baumhaus sah. So weit ich mich an meine Kindheit zurück erinnern kann, war das höchste aller Gefühle – nicht nur mangels handwerklichen Geschicks sondern auch mangels Geduld – eine auf zwei Ästen quer gelegte Holzplatte. Staunend erkannte ich die Möglichkeiten, die mir damals entgangen sind. Bald ließen mich jedoch schöne Fernsichten, wie hier auf Simmershausen, den kleinen Kummer vergessen. Immer wieder gab es Kühe zu sehen, die fast nie fehlten. Den Abschluss bildetete der schöne Abstieg vom 649 m hohen Battenstein, an der Kapelle St. Maria vorbei und einem Kreuzweg von 14 Stationen entlang, der – ob man gläubig ist oder nicht – eine besondere Atmosphäre ausstrahlte.
Extratour HilderserGeschrieben am April 21, 2010 - von reisekalle
Rhön: Extratour “Tour de Natur”
Geschrieben am April 19, 2010 - von reisekalle
Afrikaplanung
Wer gewohnt war, dass ich fast täglich ein paar Worte und ein paar Bilder veröffentlicht habe, dem wird in der letzten Zeit eine gewisse Unregelmäßigkeit bzw. eine mangelnde Kontinuität aufgefallen sein. Meine Afrikaplanung nimmt ziemlich viel Zeit in Anspruch, und diese Zeit läuft mir quasi davon. Immerhin muss ich für dreißig Länder einen Routenführung und einen Zeitplan erstellen, Einreiseformalitäten und Devisen klären. Die Ausstattung, Internet und vieles mehr müssen geklärt werden. Es wird also immer wieder einmal vorkommen, dass ich zu Gunsten der Afrikaplanung, Einschränkungen bei der Pflege meiner Webseite machen muss.  Letztendlich werdet ihr euch daran gewöhnen müssen, da ich in Afrika nicht ständig Intnertzugang habe werde. Ich wollte mir einen Satellitenzugang beschafften, dann wäre mein Reisebudget aber in wenigen Monaten aufgebraucht.
Geschrieben am April 19, 2010 - von reisekalle
Schnitzeljagd auf der Luminale
Ich wagte noch zwei Versuche und hoffte  mit dem Programmheft für die Luminale gerüstet zu sein.  Meine Vorfreude wurde jedoch rasch gedämpft. Ich fühlte mich wie auf einer Schnitzeljagd. Die Lichtobjekte wirkten oft recht verloren. Meine große Hoffnung war der Palmengarten. Dann versuchte ich es am Hauptbahnhof. Letztendlich kam ich zum Schluss, dass es toll wäre, wenn bei der nächsten Luminale alle Lichter in Frankfurt, bis auf die der Teilnehmer, ausgeschaltet würden.
Luminale in FrankfurtGeschrieben am April 16, 2010 - von reisekalle
Luminale – das Aha-Erlebnis
In Bezug auf meinen vorherigen Artikel “Luminale ohne Lumina” muss ich gestehen, dass meine Recherche von der ich redete, ein kurzer Blick ins Internet war, und ich dort flüchtig ein einziges Bild einer bunt angestrahlten Häuserfassade sah. Dann muss ich noch irgendwie die letzte DSDS-Show im Kopf gehabt haben und schon setzte meine Fantasie aus diesen Bruchstücken eine oberflächlich pompöse Lichtershow zusammen. Natürlich wurde ich in dieser Hinsicht, als mir in Frankfurt keine rauschende Lichterflut entgegen wallte, enttäuscht. Bei meinem zweiten Besuch  genoss ich die ruhigen, punktuell gesetzten Stationen der Lichtdarstellung. Mittlerweile habe ich sogar ein Programmheft. Mein dritter Besuch wird endlich Struktur haben.
Geschrieben am April 12, 2010 - von reisekalle
Luminale ohne Lumina
Am Freitag erfuhr ich zufällig von der Luminale, die am Samstag beginnen solle. Ich recherchierte im Internet und stellte anhand früherer Bilder fest, dass sich ein Besuch in Frankfurt lohnen könne. Als ich gegen 21:00 Uhr ankam, zweifelte ich, ob ich mich nicht vielleicht im Datum vertan hätte. Ich sah nur ganz normale Großstadtlichter. Später stellte sich heraus, dass ich zwar Recht hatte, aber technische Schwierigkeiten einen termingerechten Start der Luminale hinauszögerten. So stand ich gegen 22:00 Uhr immer noch an der Hauptwache, fand, dass die Rotlichtmilieu-Atmosphäre gar nicht so übel war, machte also ein paar Bilder und produzierte nebenbei meine eigene Luminale. Da die ganze Lichtershow – mit oder ohne Beleuchtung! – bis zum 16.4.2010 geht, werde ich auf alle Fälle einen weiteren Versuch starten.
Hauptwache und Commerzbank-TowerGeschrieben am April 11, 2010 - von reisekalle
Rhön: Extratour Rotes Moor
Dieser Premiumwanderweg ist 18 km lang. Gleich zu Beginn  stoße ich auf den Namensgeber dieser fantastischen Route, nämlich das Rote Moor. Zuerst erreiche ich einen kleinen See, der künstlich angelegt wurde damit sich das Moor bzw. der Torf  renaturieren kann, denn dazu benötigt es viel Wasser. Zwischen dem See und dem eigentlichen Moor befindet sich eine weitere Besonderheit, ein Wald aus Karpatenbirken. Zahlreiche Spinnennetze leuchten in der Morgensonne. Am Ende des mit Bohlen ausgelegten Weges steht der Aussichtsturm, von dem man einen schönen Blick über das Moor hat.
Rotes MoorDie restlichen 15 Kilometer sind eine Aneinanderreihung von Naturschönheiten und Fernsichten. Â
FernsichtenIrgendwann komme ich an der Quelle der Ulster vorbei. Sie ist eine der größeren Flüsse, die in der Rhön entspringen, wie die Fulda, die Sinn oder die Brend.
Fantasie in RosaDen krönenden Abschluss bildet der Sonnenuntergang auf dem Heidelstein und zu guter letzt schwebt noch ein Heißluftballon in das Naturtheater hinein.
Geschrieben am April 7, 2010 - von reisekalle
Durch die schwarzen Berge der südlichen Rhön
Die Hüttentour – ein 16 Kilometer lange Rundwanderweg - ist einer der zahlreichen Premiumwanderwege in der Rhön und gehört zu meinen Favouriten. Der Start in Oberbach war etwas mühsam, weil entgegen des Qualitätskriteriums gut sichtbar angebrachter Wanderzeichen, diese fehlten. Ich verirrte mich also zwischen Bauernhöfen unter Hintergärten.  Leider entdeckte ich dort nicht das ersehnte Wanderzeichen, aber dafür längst ausgediente Kuriositäten, wie diesen Wagen hier.
Irgendwo zwischen Bauernhof und HintergartenKurze Zeit später stellte sich heraus, dass es nicht an meiner Dummheit oder an meinen mangelnden Orientierungsfähigkeiten lag. Ein Bewohner von Oberbach half mir aus der augenblicklichen  Desorientierung und tröstete mich, dass so etwas öfters vorkäme. Danach verlief alles Reibungslos. Viel Natur.  Viele Weitsichten. Als Höhepunkt der Basaltsee ”Tintenfass”. Er hat seinen Namen von einem der beiden Bergkuppen, die später wegen des Basalts abgebaut wurden.
Viel NaturZeugen des Basaltabbaus sind die kleine Diesellok und die Umlenkstation.  Der Basalt wurde mit Hilfe der Diesellok aus den nahen Steinbrüchen zur Seilbahnstation transportiert  und durch diese dann ins Tal.  Der Name Umlenkstation kommt daher, weil später eine Seilbahn zu einem 4 Kilometer entfernen Steinbruch eingerichtet wurde, die den Basalt zur Bergstation transportierte und von dort ins Tal umgelenkt wurde.
Umlenkstation
Geschrieben am April 6, 2010 - von reisekalle
Klein anfangen – der Königsweg ist nur 9 km lang
Geschrieben am April 5, 2010 - von reisekalle
Winter in der Rhön
Geschrieben am April 1, 2010 - von reisekalle
Allerlei – bunte Mischung aus dem Odenwald
Diese letzten Bilder habe ich irgendwo – auf meinen Streifzügen durch den Odenwald – aufgenommen.















