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Landschaftsbilder, Reisebilder, Reiseblog

Archiv für Juli, 2010


Geschrieben am Juli 30, 2010 - von reisekalle

4. Tag: Rund um Geba

An diesem Tag gab es keine  besonderen Vorfälle, außer dass mein Unterschenkel immer röter wurde. Ich machte die übliche Morgenwanderung und fuhr nachmittags ein wenig durch die Gegend. Der 15 Kilometer lange Gebaweg, war überaus erfreulich. Die Rhön zeigte sich wieder einmal von der besten Seite. Wunderschöne Aussichten und das Naturschutzgebiet Hohe Lohr boten reichlich Abwechslung. In Geba selbst fand ich eine turmlose achteckige Bergkirche, die unter Denkmalschutz stand.
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Rund um Geba
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Geschrieben am Juli 28, 2010 - von reisekalle

3.Tag: Gutgehen lassen

Striptease am Morgen

Gegen fünf Uhr wachte ich auf. Der Kollege im Nachbarauto schlief noch. Ich nutzte die Gelegenheit für die Morgentoilette. Das war gut so. Denn kurz nachdem ich mich meines Adamskostüms entledigt hatte, erschien der erste Besucher. Er wollte sich den Sonnenaufgang auf dieser Anhöhe nicht entgehen lassen und hätte sich wohl sehr gewundert, wenn er hier eine Ein-Mann-Stripteaseshow vorgefunden hätte.Wie schnell sich doch in wenigen Minuten eine Szene ändern kann. Ich tat so, als ob ich eine kurze Pause gemacht hätte und nun weiterfahren müsste und ich hatte tatsächlich anderes vor. Ich wollte das Kirchen-Pfarrhaus-Ensemble in Dermbach in der frühen Morgensonne fotografieren.
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Die schönste spätbarocke Kirche Ostdeutschlands

Die Kirche St.Peter und Paul soll eine der schönsten spätbarocken Kirchen Ostdeutschlands sein. Leider war die Kirche um diese Zeit noch nicht geöffnet. Ich wollte nicht warten. Dieser Tag versprach nämlich wieder richtig heiß zu werden und daher wollte ich die kühlen Morgenstunden für meine Wanderung nutzen.

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Dermbach in der Morgendämmerung

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Extratour Vorderrhönweg

Weiter Blick auf die Vorderröhn. Die Wiesen scheinen in der frühen Sonne besonders rotgelb. Durch die weißen Schäfchenwolken scheint rechts im Bild die Sonne.

Weitsicht auf die Vorderrhön

Die 14 Kilometer lange Extratour “Vorderrhönweg” bot einige schöne Aussichten und ich war ganz zufrieden. Während meiner Wanderung hatte ich einen – wie sich später herausstellte – verhängnisvollen Zwischenfall. Ich rutschte beim Abstieg aus und rammte mir einen Ast ins Schienbein. Es blutete ein wenig. Da ich nichts zum Verbinden dabei hatte, ließ ich es bluten und beachtete es nicht weiter. Die Folgen kamen ein paar Tage später.  Bereits um 10 Uhr schien die Sonne  so warm, dass mittlerweile mein Wasservorrat (1,5 l) zu Ende ging. Glücklicherweise erreichte ich bald Oepfershausen. Da ich meinen Kohlenhdyrat- spiegel wieder auffüllen wollte, trank ich zuerst innerhalb von wenigen Minuten eine große Flasche Limonade, anschließend eine Flasche Mineralwasser.
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Hunger und Durst

Hackfleisch in Kartoffelteig mit Lauchsauce

Das besondere ...flüh. Hackfleisch in Kartoffelteig mit Lauchsauce

Während ich zu Hause ständig Hunger oder besser gesagt Appetit habe, interessiert mich das Essen – wenn ich unterwegs bin – nur am Rande.  Bei meinen Wanderungen habe ich selten mehr als nur eine Wasserflasche dabei. Den Rest meines Rucksacks füllt die Kameraausrüstung. Wenn ich jedoch ein nettes Restaurant finde, gehe ich auch mal essen. So erging es mir an diesem Tag am frühen Nachmittag, als ich durch Kaltennordheim bummelte. Ich sah ein Café und mir fiel ein, dass ich heute noch keinen Kaffee getrunken hatte. Als ich so ganz nebenbei die Speisekarte studierte, zwangen mich quasi die regionalen Angebote zu einer Bestellung. Leider habe ich den Namen des Gerichtes vergessen. Es half auch nichts, dass ich am nächsten Tag noch einmal dort speiste und mir den Namen einzuprägen versuchte. Ich hätte es mir aufschreiben sollen. Der Name hatte irgendein Anhängsel mit …flüh oder …floh. Dieses FleischFlühFloh war tatsächlich eine Geschmackserkenntnis. Hackfleisch im Kartoffelteigkloss. Ich würde mich freuen, wenn jemand aus der Thüringer Rhön, der diesen Artikel liest, mir eventuell den Namen dieses Gerichtes offenbaren könnte.

Sehenswürdigkeiten in Kaltennordheim und in Kaltensundheim

In Kaltennordheim gab es ein paar nette Sachen anzuschauen, wie den Amtshof und das Schloss. Das schönste davon war das Tor, wie auf dem Bild zu sehen ist. Die Kilianskirche auf dem Friedhof soll der der älteste sakrale Steinbau in dieser Gegend sein. In Kaltensundheim ganz in der Nähe faszinierte mich die Wehrkirche. Im Inneren gefiel mir die bunte Orgel. Den Rest des Tages verbrachte ich mit  herumfahren und herumbummeln.
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Kaltennordheim und Kaltensundheim
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Mangel an Übernachtungsplätzen

Ich wollte wieder auf diesem Parkplatz bei Dermbach übernachten, weil er großzügig angelegt war, abseits der Straße lag und eine schöne Aussicht bot. Leider war er diesmal nicht so einsam wie tags zuvor. Es war Samstag. Picknick-Time. Ich hatte keine Lust auf Familientreffen und suchte mir eine andere Stelle. Das war jedoch schwieriger als geplant. Deutschland ist nun mal ziemlich zersiedelt, so dass nicht überall idyllische Rückzugsorte vorzufinden sind. Ich brauchte mehr als 90 Minuten und zwei Flaschen kaltes Bier, die ich mir an der Tankstelle holte, bevor ich einen Platz in der Natur gefunden hatte, an dem ich mich uneingeschränkt wohlfühlen konnte.
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Geschrieben am Juli 26, 2010 - von reisekalle

2. Tag: Wandern und Stadtbesichtigungen

Morgenstimmung im Wald. Hohe dichte Laubbäume säumen den Wanderweg, der vom unteren Bildrand ins Bild hineinläuft. Der Weg verläuft im unteren Viertel des Bildes. Der Rest ist mit Bäumen ausgefüllt. Direkt über dem Weg etwas über der horizontalen Mittellinie des Bildes scheint als großer länglich runder gelber Fleck die Sonne durch die Baumkronen.

Sonnenaufgang im Wald

Auf dem Keltenpfad

Während mich die Dunkelheit der  Nacht vorzüglich verschluckt hatte, hob mich die Morgenddämmerung auf dieser baumlosen Wiese deutlich hervor.  Die Bürokratie ist ein seltsames System, bei der weder Vernunft noch Logik etwas auszurichten vermögen.  ”Gehorchen”  und ”Nichtdenken” sind dabei die  hevorstechenstden Qualitäten. Da ich nicht wusste, wie hier die Förster tickten und welche Regeln galten, brach ich – um eventuellen Ärger zu vermeiden – sofort nach dem Erwachen auf. Außerdem sollte es 38° C werden. Dies war erst recht ein Grund, so früh wie möglich mit der Wanderung zu beginnen. Heute wollte ich den zweiten Teil des Keltenpfades hinter mich bringen. 7 Kilometer Wanderstrecke. Mit Fotografieren und gemütlichem Umherschauen würde ich in mindestens 3 Stunden,  also bevor die Hitze einbrach, fertig sein . Diese Etappe um und auf dem Öchsenberg war wesentlich  interessanter als die gestrige und größere Etappe des Keltenpfades. Die Wege waren naturbelassener und der Wald urtümlicher. Der Öchsenberg selbst bot eine wundervolle Aussicht. Ich würde generell empfehlen die große Schleife um den Rodenberg zu Gunsten des Öchsenberges auszulassen.
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Auf dem Keltenpfad

Vacha

Anschließend besuchte ich ein paar Städtchen. Vacha gefiel mir am Besten. Vielleicht lag es an der Frühe des Tages, denn die Stadt ließ zu diesem Zeitpunkt keine Hektik über ihre Grenzen. Eine idyllische Ruhe lag über dem  großen langgestreckten und freundlichen Marktplatz. Hoch auf dem Turm hatten sich zwei Störche gemütlich eingerichtet.

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Breitungen an der Werra und Wasungen

Zwei weitere nennenswerte Orte auf meiner Route waren Breitungen an der Werra und Wasungen.In Breitungen gefielen mir die kleine Kapelle und das Renaissanceschloss, dass zusammen mit der romanischen Basilika eine schönes Ensemble bildete. Wasungen war ebenfalls ein schönes Städtchen. Die Durchgangsstraße war zurzeit Baustelle und minderte ein wenig die Idylle. Die sengende Hitze tat ihr übriges.

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Eine Flasche Rotwein für mich allein

Den Rest des Tages fuhr herum und schaute mir die Gegend an. Immerhin gewährte mir meine Klimaanlage eine erholsame Kühle. Zufällig entdeckte ich einen schönen geräumigen Parkplatz am Waldrand, in der Nähe von Dermbach. Er war von der Straße zurückgesetzt und bot einen fantastischen Blick auf die Vorderrhön. Es war gegen 21.00 Uhr und ich beschloss hier zu übernachten. Ich traf dort einen Reisenden, der ebenfalls in seinem Auto zu übernachten schien. Ich versuchte ein Gespräch, dass jedoch nicht recht in die Gänge kam. Also ließ ich es bleiben, bereitete meinen Wagen für die Nacht vor und trank meine Flasche Wein allein.

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Geschrieben am Juli 23, 2010 - von reisekalle

Freiheit

Ich werde mich hüten, jemals wieder irgendwelche Vorhaben oder Pläne preiszugeben, geschweige denn zu glauben, dass ich sie durchführen würde. Jedenfalls nicht zu den vorgenommenen Terminen. Es gibt zu viele unbekannte Faktoren, die Einfluss auf meine Wünsche und Ziele haben. Ich werde also schweigen und mich erst zu Wort melden, wenn eine Handlung aktuell geworden ist.

Und siehe da, plötzlich entschied ich mich von heut auf morgen abzuhauen.

Dummerweise kam mir dieser Gedanke 11 Tage vor einem wichtigen Treffen, an dem ich wieder zurück sein musste. Immerhin hatte ich 11 Tage zur Verfügung. Ich packte mein Auto und fuhr los. Endlich lief einmal alles reibungslos. Mein Toyota hielt durch. Mein Internet funktionierte. Ich hatte nur die Maus vergessen, so dass die Bildbearbeitung ein wenig umständlich gewesen wäre. Ich hatte so wie so keine große Lust zu arbeiten.

Selbst das Wohnen auf ca. 3 qm Fläche in meinem Land Cruiser hielt ich durch, ohne ein einziges Mal auf ein Hotel oder eine Pension zurückzugreifen. Immerhin hatte ich einen riesigen Vorgarten zum austoben.  In den ersten Tagen hieß dieser Garten Rhön, später Falkenhöhe. Zweimal nistete ich mich auf einem Campingplatz ein um Wäsche zu waschen und vor allem wegen dem Luxus, mehr als 5 Liter Wasser für die Körperpflege zur Verfügung zu haben. In Meiningen blieb ich sogar über Nacht. Die Schranke an der Einfahrt konnte 24 Stunden am Tag betätigt werden. Der Platz war nicht einmal zur Hälfte besetzt. Ich hatte  viel Bewegungsfreiheit.

In Rothenburg ob der Tauber verließ ich - obwohl ich für die Übernachtung bezahlt hatte - den Campingplatz bereits nach zwei Stunden. Ich kam gegen 17.00 Uhr dort an. Nachdem ich mich geduscht und zwei Bier getrunken hatte, packte mich das Grauen. Eine Parzelle war dicht an die nächste gereiht. Auf jeder Parzelle eine Familie oder ähnliches. Es erinnerte mich an die langweiligen Einfamilien- und Reihenhaussiedlungen mit ihren noch langweiligeren Vor- und Hintergärten. Spießigkeit hoch drei. Vor allem störte mich die Tatsache, dass dieser Campingplatz – wie viele andere in Deutschland – zwischen 22 Uhr abends und 8 Uhr morgens nicht mit dem Auto verlassen werden konnte, quasi ein Gefangenenlager. Jeder Hauch von Freiheit, Abenteuer und Spontaneität schien ausgelöscht. Ich ergriff die Flucht, bevor die Schranken schlossen.

Stattdessen genoss ich hoch oben auf dem Berg den Sonnenuntergang über Rothenburg.
Rothenburg ist in der Fern von einer Anhöhe aus links im Bild zu sehen. Etwa im Unteren Drittel des Bildes. Davor sind Wiesen und Felder. Über Rothenburg der rötliiche und ganz oben der bläuliche HImmel im Sonnenuntergang. Die Sonne geht tief gelb auf der rechten Bildseite unter und ist noch über dem Horizont zu sehen.

Sonnenuntergang in Rothenburg ob der Tauber

Ansonsten vergingen die Tage recht schnell. Ich fuhr herum und schaute mir kleine Städtchen an, wie Vacha, Meinigen oder Rothenburg und ich wanderte viel. Meistens morgens ab 6 oder 7 Uhr bevor es heiß wurde. Und es wurde richtig heiß. Teilweis 38°C. Wandern war, glaube ich, sogar besser, als irgendwo ohne Klimaanlage nichtstuend in der Hitze zu schmoren.
Leider musste ich wegen dem besagten Termin nach Hause. Ein weiterer ist noch abzuwarten. Dann aber … . Tja, ich kann euch nichts verraten, weil ich, wie ihr wisst, keine Pläne mehr ankündige. Zunächst werde ich jedoch ein paar Bilder und Eindrücke von diesen elf Tagen (1.07. bis 11.07.2010) ins Internet schicken.
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Geschrieben am Juli 22, 2010 - von reisekalle

1. Tag: Überraschung in Sünna

Eigentlich wollte ich schon am Abend vorher aufbrechen. Es wurde mir jedoch zu hektisch und ich beschloss am nächsten Vormittag zu starten. Aus dem Vormittag wurde Nachmittag. Ich weiß nicht, warum ich so schwer in die Gänge komme, bzw. warum immer so viel erledigt werden muss. Die Welt dreht sich doch trotzdem weiter.

Es war also 14 Uhr als ich im Auto saß. Gegen 15.30 erreichte  ich mein Ziel. Das Ziel hieß Sünna, ein kleines Dorf in der nördlichen Rhön. In erster Linie wollte ich wegen dem Keltenpfad – einem ca. 18 km langen Premiumwanderweg – und wegen dem Keltendorf dort hin. Ein unerwartetes Hinweisschild machte mich neugierig auf die kleine Dorfkirche und entpuppte sich im Nachhinein als der uneingeschränkte Höhepunkt dieses Tages.

Die Kirchenkunst bietet immer wieder erbauliche Überraschungen und die alten Kirchen – wenn sie nicht gerade eine Touristenattraktion sind – einen besonderen Ort der Ruhe und des Seelenfriedens. Vor allem kann man in manchen alten kleinen Dorfkirchen – nur dort, fernab jedes überdimensionalen Prunks –  diese besondere Atmosphäre finden, die nicht zu beschreiben ist. Man muss sie persönlich erfahren.
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Kirche in Sünna

Diese Kirche in Sünna war eine von diesen wenigen, welche mir diese besondere Atmosphäre bescherte. Ich hatte das Glück, dass die Kirche verschlossen war, ich also dem Hinweis auf dem kleinen Zettel im Schaukasten folgen musste  und den Schlüssel im benachbarten Pfarrhaus verlangte. Der Pfarrer gab mir nicht nur den Schlüssel, sondern sogar eine persönliche Führung durch die Kirche. Obwohl ich ihn nicht nach seinem Namen gefragt hatte, wird er für mich kein Namenloser bleiben. Seine Begeisterung, mit der er die Geheimnisse der Kirche offenbarte, wurde mir zur dauerhaften Erinnerung. Die Zeit verging wie im Fluge.  Von der Flut der Informationen  kann ich nur das wichtigste in Bruchstücken wiedergeben: Obwohl die Kirche in romanischer Zeit erbaut wurde, weist sie den untypischen Grundriß eines Kreuzbaus auf. Diese Bauweise findet man bei Kirchen aus dieser Zeit nur, wenn ihnen eine hohe Bedeutung zukommt, die in diesem Fall aus der Größe und der Geschichte des Dorfes nicht ersichtlich ist. Ein weitere Besonderheit ist die programmatische Zusammenstellung der Bilder, die hier zu finden und  in Deutschland einzigartig ist. Interessierten empfehle ich selbst vorbeizukommen und sich beeindrucken zu lassen.

Als ich die Kirche verließ war es schon ziemlich spät, ca. 18 Uhr. Dennoch beschloss ich die geplante Wanderung durchzuziehen. Ich war froh, als sich herausstellte, dass der Keltenpfad nicht als Rundwanderweg, sondern in Form einer Acht angelegt war. So erreichte ich bereits nach 11 Kilometern meinen Ausgangspunkt. Andernfalls hätte mich die Dunkelheit erwischt und ich hatte weder Taschen- noch Stirnlampe dabei.
Landschaft in der Rhön. Blick vom Keltenpfad  auf die fernen Kuppeln der Rhön. Davor ist weite Wiesenlandschaft mit vereinzelten Bäumen und Büschen zu sehen.

Landschaft in der Rhön. Blick vom Keltenpfad

Der große Parkplatz am Point Alpha am Waldrand sollte meine Übernachtungsstelle werden. Dieser entpuppte sich als weniger einsam als gedacht. Da das Museumgelände nur bis 18 Uhr geöffnet war, hatte ich nicht erwartet, dass das Restaurant innerhalb dieses Geländes zu so später Zeit Gäste bewirtete. Aus reiner Vorsichtsmaßnahme übernachte ich im Freien nie dort, wo man mich sehen oder vermuten kann. Ich fuhr also vom Parkplatz aus querfeldein bis mich die Dunkelheit verschluckte.

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