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Landschaftsbilder, Reisebilder, Reiseblog

Archiv für ‘Blog’


Geschrieben am August 18, 2010 - von reisekalle

11 Tages-Trip von der Rhön bis zur Frankenhöhe, der 11.Tag

Am Vormittag wanderte ich in der Gegend von Feuchtwangen. Es gab jedoch nichts besonders sehens- und erwähneswertes. Den Abschluss der Reise bildete ein Besuch in Feuchtwangen selbst.

Feuchtwangen

Großer Marktplatz. Im Vordergrund links im Bild steht der Vier-Röhrenbrunnen mit einer Statue der Minerva- Dahinter sind schöne Bürgerhäuser und ganz hinten. fast verdeckt, die Stiftskirche

Marktplatz in Feuchtwangen

Der Marktplatz wird als “Festsaal Frankens” bezeichnet und bietet mit seinen schönen Bürgerhäusern, altfränkischen Fachwerkbauten und der Stiftskirche im Hintergrund eine wundervolle Kulisse. Ein großer Teil des Stadtmauerrings aus der Zeit um 1400 ist erhalten geblieben und bildet oft die Rückwand vieler Handwerker- und Ackerbürgerhäusern.
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Stadtmauer

Vier-Röhrenbrunnnen vor einem Fachwerkhaus (links) und einem hellgrünen Haus rechts. Auf dem grünen Haus steht in weißer Schrift: Metzgerei Vogel Imbiss. Der Brunnen hat eine graublaue Fassung, auf dem Wappen zu sehen sind. Das mittlere Wappen stellt eine grüne Fichte auf weißem Hintergrund dar und ist das Feuchtwanger Stadtwappen. Der obere Rand der Brunnenfassung ist mit dichten, überwiegend roten, Blumen besetzt. In der Mitte des Brunnens erhebt sich auf einer Säule die Statue der Minerva

Marktbrunnen auf dem Marktplatz in Feuchtwangen

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Auf dem Marktplatz steht ein prächtiger Vier-Röhrenbrunnen mit einer Statue der Minerva, der Beschützerin des heimischen Gewerbes. Einige Wappen zieren die Brunnenfassung. Die Fichte, die man auf dem Bild sieht, ist das Feuchtwanger Stadtwappen.
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Stiftskirche und Johanniskirche

In der Stiftskirche, einer ehemaligen Klosterkirche, die bereit um 817 erwähnt wird, befindet sich ein Marienaltar, der von Michael Wolgemut, dem Lehrer Albrecht Dürers geschaffen wurde. Gleich daneben steht die Johanniskirche. Mir gefiel die Schlichtheit im Inneren. Der barocke Altar stammt aus dem Jahr 1680.
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Stiftskirche und Johanniskirche
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Es geht weiter

Meine 11-Tages-Reise ist zwar zu Ende, aber es geht dennoch weiter, denn inzwischen habe ich Ansbach und seiner Umgebung einen Besuch abgestattet.
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Geschrieben am August 15, 2010 - von reisekalle

11 Tages-Trip von der Rhön bis zur Frankenhöhe, der 10.Tag

Einzigartiges Technikdenkmal

Bei Schillingsfürst entdeckte ich ein Technikdenkmal, das in Deutschland einzigartig ist.  Das historische Brunnenhaus enthält ein spezielles Pumpwerk, welches  1702 vom Nürnberger Baumeister Martin Löhner konstruiert wurde, um das Quellwasser nach Schloss Schillingsfürst zu transportieren. Mittels  einer Drehscheibe, die ein Ochse in Bewegung setzen musste, wurde das Quellwasser des “Heiligen Brunnens” nach oben befördert. Nähere Angaben findet ihr hier.
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Das Schillingsfürster Brunnenhaus
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Das Heimatmuseum im Schillingsfürster Brunnenhaus

Im Brunnenhaus wohnte der Brunnenwärter, der für den reibungslosen Ablauf des Pumpvorgangs sorgen musste. Man kann seine Wohnung besichtigen. Weiterhin wurden aus der Umgebung alte Werkzeuge und Haushaltsgeräte zusammengetragen, die dem Betrachter ein Verständnis über die damaligen Lebensverhältnisse gibt.  
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Das Heimatmuseum im Brunnenhaus
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Empfehlenswerter Panoramaweg

Zwischen Schillingsfürst und Stilzendorf führt ein etwa 1 Kilometer langer Panoramaweg, der eine wunderschöne Aussicht auf das Umland der Frankenhöhe bietet.
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Aussicht vom Panoramaweg
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Geschrieben am August 13, 2010 - von reisekalle

Rothenburg ob der Tauber

Verschiedene Ansichten von Rothenburg

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Eine mittelalterliche Stadt

Die kleine mittelfränkische Stadt Rothenburg gibt es seit 970 n. Chr. Der ostfränkische Adlige Reinger errichtete in Detwang, heute Stadtteil von Rothenburg, eine Pfarrei und bald darauf hoch über der Tauber die Grafenburg. Ihrem Standort ist der Namenszusatz “ob der Tauber” zu verdanken. Die Stadt konnte, trotz teilweiser Zerstörungen durch Bombenangriffe im Jahr 1945, bis heute ihren mittelalterlichen Flair erhalten und ist daher eine von Touristen bevorzugte Stadt. Ich habe versucht ein paar Impressionen festzuhalten.
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Rothenburg ob der Tauber
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Geschrieben am August 11, 2010 - von reisekalle

11 Tages-Trip von der Rhön bis zur Frankenhöhe, der 9.Tag

Morgenwanderung in der Frankenhöhe

Mit Sonnenaufgang startete ich meine Wanderung. Interessierte Wanderer finden kurze Infos hier: “Von Burgbernheim zum Wildbad” oder “Kommentare und ergänzende Wegbeschreibungen”. Ich habe dabei den Wanderführer aus dem Rother Bergverlag als Vorlage verwendet, weil dieser als einziger in größerem Umfang die Wandergebiete Steigerwald, Haßberge und Frankenhöhe abdeckt. Eine kleinere Alternative wäre der Drei-Brunnen-Verlag. Dort konnte ich mit den skizzenhaften Karten nichts anfangen, während der Rother Wanderführer eine Orientierung ohne zusätzliche Wanderkarten ermöglicht. Natürlich bin ich für jede neue Information dankbar, die mich vom  Gegenteil überzeugen  könnte.
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Die Höhepunkte der Wanderung: Bad Wildbad und der Hirschteich

Abgesehen von den abwechslungsreichen Waldwegen, war das Wildbad der Höhepunkt der Wanderung. Ehemals ein Heilbad mit mehreren Quellen, ist der denkmalgeschützte Gebäudekomplex heute ein romantischer Gasthof, in dem man gut speisen kann. Im weiteren Verlauf der Wanderstrecke traf ichauf den stillen Hirschteich. Bevor der Weg zu meinem Auto abbog konnte ich noch einen schönen weiten Blick über die Kornfelder schweifen lassen. Danach marschierte ich nur noch auf langweiligem Forstweg und selbst der Wald bot keine besondere Abwechslung mehr.
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Naturschutzgebiet Karrachsee

Da ich die Wanderung bei Burgbernheim früh begonnen hatte, stand mir noch genügend Zeit für einen Besuch im  Naturschutzgebiet Karrachsee (Infos für Wanderer) zur Verfügung. Eine traumhafte Region mit urwüchsigem Wald, teils schmalen Pfaden und zwei märchenhaften Seen begeisterten mich.
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Rothenburg ob der Tauber

Bis Rothenburg ob der Tauber fehlten vom Karrachsee nur wenige Kilometer. Diese Gelegenheit nutzte ich für einen ersten Spaziergang am Nachmittag. Wider Erwarten war die nicht so überlaufen wie gewohnt. Vermutlich schreckten die hohen Tagestemperaturen, es war um die 38° C, viele zurück. Dennoch plante ich für den nächsten Tagg – ganz früh am Morgen, bevor die Touristenmassen einfallen würden – einen weiteren, ruhigeren Spaziergang durch Rothenburg.   Ich suchte mir einen Campingplatz in der Nähe.
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Das günstige Angebot war Ansichtssache

Vom Campingpaltz war ich ein wenig enttäuscht. Von einer “Tauberromantik”, wie es der Name versprach, konnte keine Rede sein (siehe Einleitung “Freiheit”). Außerdem stellte ich später fest, dass mich der Betreiber ein wenig beschissen hatte. Er sagte mir ganz großzügig, dass er mir ein günstiges Angebot machen würde. Später erkannte ich, dass dieses günstige Angebot den Preis eher verschlechterte. Er berechnete mein Auto – nur weil ich darin schlafen wollte – als Wohnmobil. Die angekündigte Vergünstigung war ein kleiner Rabatt auf den Wohnmobil presi. Dadurch sparte ich zwar einen Euro, musste aber im Endeffekt 3 Euro mehr bezahlen, als wenn er mein Auto als PKW, wie es hätte sein müssen. berechnet hätte. Bei den heißen Tagestemperaturen hatte ich jedoch keine Nerven um mich nachträglich mit ihm zu streiten. Letzten Endes übernachtete ich nicht einmal dort. Nachdem ich geduscht hatte, bemerkte ich wie voll und dicht gedrängt der Campingplatz war. Da zog ich die ruhige Idylle auf einer einsamen Berghöhe mit Blick auf Rothenburg vor.

PS: Weil ein zweiter Spaziergang in Rothenburg aussteht, präsentiere ich die Bilder erst im nächsten Artikel.
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Geschrieben am August 10, 2010 - von reisekalle

11 Tages-Trip von der Rhön bis zur Frankenhöhe, der 8.Tag

Der schönste oder der größte Rokokogarten?

Gleich früh am Morgen wiederholte ich meinen Spaziergang im – laut Wikipedia – schönsten Rokokogarten von Europa. Der Baedeker verwendet als Superlativ “den besterhaltenen Rokokogarten”. Es war der erste Garten dieser Art, den ich bewußt warnahm. Er war wirklich groß und er gefiel mir. Er wurde 1703-1774 nach französischem Vorbild angelegt. Es gab viel zu sehen, somit verbrachte ich dort fast zwei Stunden und bereute es nicht, denn die frühe Morgensonne verbreitete eine andere Stimmung als das Licht am Abend zuvor.
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Rokokogarten in Veitshöchheim
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Die zweitgrößte Burgruine Deutschlands

Als ich weiterfahren wollte, fiel mir ein, dass ich die Burg Homburg in der Nähe von Eußenheim vergessen hatte zu besuchen. Sie gilt als die zweitgrößte Burgruine Deutschlands und liegt auf dem Setzberg inmitten des gleichnamigen Naturschutzgebietes. Ich bedauerte, dass ich tagszuvor dieses Ausflugsziel übersehen hatte. Weniger deswegen, weil ich nun 20 Kilometer zurückfahren musste, als die Tatsache, dass mir ein wunderbarer Übernachtungsplatz entgangen war. Schöne Natur, menschenleer und tolle Aussicht.
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Burg Homburg
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Ein Fotomotiv, das auf sich warten ließ

Bevor ich mich wieder auf den Weg machte genoss ich ausgiebig die Einsamkeit, denn im Anschluss musste ich mich in den Trubel stürzen. Ich wollte nämlich die Alte Mainbrücke mit der Festung Marienburg fotografieren. Bei einem früheren Besuch in Würzburg (hier klicken) entdeckte ich dieses wunderschöne Motiv erst am Abend und die Sonne stand ungünstig. Auch diesmal wäre ich fast zu spät gekommen, obwohl es erst gegen 12.00 Uhr war.
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Alte Mainbrücke mit Festung Marienberg
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1200 Jahre zurück in die Vergangenheit

Das nächste Städtchen an dem ich vorbeikam, war Ochsenfurth. Leider beinträchtigten die Restaurations- oder Bauarbeiten an der Mainbrücke den schönen Blick auf die über 1200 Jahre alte Stadt. Dennoch fasznierten – aus einem anderen Blickwinkel – die gut erhaltene Stadtmauer mit ihren Türmen und Toren, die vielen Fachwerkhäuser und das schöne Rathaus. Das Innere der Stadtkirche war hübsch bunt.
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Ochsenfurth

Wie in einem Märchen

Ein weiteres Kleinod städtischer Kultur war Marktbreit. Der sonnige Tag und die gemütliche Ruhe ließen zusammen mit den vielen Gäßchen und mittelalterlichen Häusern das Gefühl aufkommen, in einer Märchenwelt zu sein. Diese kleine unterfränkische Stadt war durch Kaffeehandel und Schifffahrt wohlhabend geworden. Der alte Mainkran von 1784 erinnert noch daran. Ich hielt mich hier den Rest des Nachmittags auf. Dann fuhr ich nach Burgbernheim weiter und war endlich in der Frankenhöhe angelangt.
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Marktbreit

Die Frankenhöhe

Die Frankenhöhe ist ein bis 554 m hoher Bergrücken, der südlich des Steigerwaldes liegt. Ein Teil davon ist Naturpark. Nach so viel Kultur freute ich mich schon auf die morgige Wanderung. Kurz nach Verlassen von Burgbernheim, eine kleine kurvige Steigung mündete in den Wald, traf ich auf einen kleinen Wanderparkplatz, der gleichzeitig der Startpunkt für meine kommende Rundwanderung war. Er zeigte sich als hinreichender Übernachtungsplatz, obwohl er ziemlich nah an der Straße lag und mein Wagen nicht ganz durch die Bäume verdeckt wurde. Die Dunkelheit würde mich sowie so in kurzer Zeit verschlucken, und die verkehrsarme Straße versprach eine ungestörte Nacht ohne störende Motorgeräusche.
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Geschrieben am August 9, 2010 - von reisekalle

11 Tages-Trip von der Rhön bis zur Frankenhöhe, der 7.Tag

Arztbesuch

Gleich um 9:00 Uhr besuchte ich den Arzt. Von Aufmunterung war immer noch nichts zu spüren. Er räumte mir zwar eine gewisse Besserung ein, was ihn aber nicht abhielt, mir eine zweite Penicillinspritze zu verpassen einschließlich die Ermahnung mich gleich nach Ankunft bei meinem Hausarzt zu melden. Ich hatte ihm erzählt, dass ich abreisen müsste, gleichzeitig aber beim Glauben gelassen, dass ich nach Hause führe. Ich war sauer
auf ihn, weil er es schon wieder geschafft hatte mein schlechtes Gewissen und die Angst vor dem amputierten Bein wachzurufen. Mein Dickkopf war jedoch stärker als jede Furcht.
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Eine Treppe führt vom unteren Bildrand in einer Höhlenspalte aufwärts. Die Treppen liegen im Dunkeln und sind nur schemenhaft zu erkennen. Am Ende der Treppe, noch in der unteren Bildhälfte, sind drei Menschen mit gelben Helmen zu erkennen, die in unterschiedliche Richtungen schauen. Ab dem oberen Treppenende zieht die Höhlenspalte in rotes Licht getaucht bis zum oberen Bildrand.

Die Götzhöhle

Die größte Kluft- und Spaltenhöhle Deutschlands

Bevor ich weiterfuhr stattete ich der Goetzhöhle  oberhalb von Meiningen einen Besuch ab. Die Götzhöhle ist die größte Kluft- und Spaltenhöhle Deutschlands und die einzige begehbare in Europa. Leider hatte ich kein Stativ dabei und musste freihändig mit zu hoher ISO-Zahl  fotografieren.
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Kulturfahrt entlang des Mains

Endlich begab ich mich in Richtung Frankenhöhe. Es wurde eine Kulturfahrt zu verschiedenen Dörfern und Städtchen.
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Arnstein

Arnstein fiel schon von weitem durch Stadtkirche und Schloss auf. In der Kirche gefiel mir die Orgel aus dem Jahre 1737.
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Arnstein
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Aschfeld

In Aschfeld besuchte ich die Kirchenburg, die um 1500 erbaut wurde.
Von der Kirchenburg ist aus der Froschperspektive nur der Turm und ein kleines Stück - vor allem Dach- des Langhauses zu sehen. Der Rest ist von einem Baum bedeckt.Im Vordergrund ist ein schmaler Streifen Wiese zu sehen, an dem man erkennen kann, dass er bergauf geht. Dann folgt die Kirchenmauer, die vom linken Bildrand fast bis zum rechten Bildrand zieht., bevor sie auf ein einstöckiges Haus mit zwei Fensterreihen stößt. Auch auf der linken Bildseite sind noch die Giebel zweier alter Häuser zu sehen, die zum Kirchenkomplex gehören. Baumkronen ziehen am oberen Bildabschnitt halbkreisförmig vom linken zum rechten Bildrand. Hinter dem Kirchturm ist blauer Himmel mit ein paar weißen Wolken. -

Kirchenburg in Aschfeld

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Karlstadt am Main

In Karlstadt flanierte ich vom Oberen Tor durch die Hauptstraße bis zum Rathaus und wieder zurück. Diese Zeit versüsste ich mir mit Eis, das ich beim Italiener kaufte.
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Karlstadt am Main
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Maidbronn

Die nächste Station war die St. Afra-Kirche mit dem Riemenschneideraltar in Maidbronn.
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Riemenschneideraltar in der St. Afra-Kirche
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Endstation Veitshöchheim

Veitshöchheim mit der Sommerresidenz der Würzburger Bischöfe und dem besterhaltenen deutschen Rokokogarten war die Endstation. Die Sonne stand schon tief, deswegen beschloss ich noch einmal am nächsten Tag vorbeizukommen. Die Bilder werden im nächsten Artikel vorgestellt.
Ich fand in der näheren Umgebung einen gemütlichen Parkplatz, der durch dichte Bäume von der Straße abgeschirmt  war und richtete mich für die Übernachtung ein.
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Geschrieben am August 9, 2010 - von reisekalle

11 Tages-Trip von der Rhön bis zur Frankenhöhe, der 6.Tag

Spaziergang gegen Zweifel

Sofort nachdem ich aufgewacht war, überprüfte ich mein lädiertes Bein. Ich bildete mir ein, dass die Rötung zurückgegangen sei, war mir aber nicht sicher, ob ich nun wirklich zufrieden sein könnte. Was gibt es besseres gegen Zweifel, als sich abzulenken. Also vertrieb ich mir die Zeit mit einem ausdauernden Spaziergang durch Meiningen.
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Meiningen
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Ausflug nach Bettenhausen

Ich glaubte mich an ein Sprichwort erinnern zu können: “Zufriedenheit geht durch den Magen”. Deswegen speiste ich gegen Mittag großzügig. Nach dem Essen stattete ich dem ca. 12 Kilometer entfernten Bettenhausen einen Besuch ab. Ich hatte gestern bei der Durchfahrt eine Wehrkirche gesehen, die mich faszinierte. Heute waren die Lichtverhältnisse besser und ich wollte sie fotografieren.
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Bettenhausen
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Böser Arzt, guter Arzt?

Pünktlich um 15.30 Uhr machte ich meinen Pflichtbesuch beim Arzt. Mir gefiel überhaupt nicht, dass ihm mein Bein nicht gefiel. Ein bißchen mehr Freude hätte er ruhig zeigen können, allein deswegen, um mich aufzubauen.
Ich überlegte ob ich ihn nun zu meinem Feind erklären sollte. Ich ließ ihm noch bis morgen eine Chance, denn ein dritter Besuch war unvermeidlich. Ich musste noch eine weitere Übernachtung buchen. Was soll’s. Ich öffnete mir eine Flasche Rotwein und machte es mir auf dem Campingplatz gemütlich.
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Post Scriptum: Hinter der Glanzseite

Hinter der schönen Fassade von Meiningen verbargen sich manche dunklen Ecken des Verfalls.
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Hinter der Fassade
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Geschrieben am August 6, 2010 - von reisekalle

Fortsetzung: 11 Tages-Trip von der Rhön bis zur Frankenhöhe, der 5.Tag

Bäume in der Rhön

Auf der Fahrt von Geba nach Meiningen fiel mir eine Baumgruppe auf, die mich faszinierte.

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Aufenthalt in Meiningen

Gegen Mittag kam ich in Meiningen an. Ich schlenderte ein wenig durch die Stadt. Ich fand, dass es hier ganz nett war, so dass sich ein längerer Aufenthalt lohnen würde. Außerdem betrachtete ich mein Bein und stellte fest, dass es eine bedenkliche Farbe angenommen hatte. Also entschied ich mich für eine Übernachtung auf dem Meininger Campingplatz inklusive Arztbesuch. Letztendlich bot die Aussicht auf eine Dusche nach diesen ersten vier heißen Tagen eine unbeschreibliche Anziehungskraft.

Penicillinspritze gegen Amputation

Dieses paradiesische Hochgefühl erlitt jedoch einen starken Dämpfer, als mir der Arzt erklärten dass man mein Bein 1957 unvermeidlich amputiert worden wäre. Ich hatte eine Wundrose. Ich bekam sofort eine Penicillinspritze in die Schulter und zwei gegen Tetanus in meinen Allerwertesten, schließlich einen dicken Verband und die Mahnung zur Bettruhe mit kühlen Umschlägen. Immerhin bestände noch die Gefahr eines kleinen operativen Eingriffs, falls sich die Entzündung nicht mehr eindämmen ließ. Morgen sollte ich wieder vorbeikommen. Halb im Schock und im Geiste schon einbeinig kehrte ich auf den Campingplatz zurück.

Dein Glaube wird dir helfen oder Gewissensbisse machen

Nach dem ersten Bier kam die Ernüchterung, dass der Campingplatz mit Wohnort Auto zur Durchführung einer Bettruhe nicht sonderlich geeignet sei. Nach dem zweiten Bier wuchs mein Glaube an die Macht der modernen Medizin so stark, dass ich die Mahnung des Arztes in die Gehirnareale der Vergessenheit schob. Es war etwa 18.00 Uhr und der Meininger Wanderweg war nur 12,5 Kilometer lang. Ich konnte ihn also vor Sonnenuntergang schaffen und bald war ich unterwegs.

Natürlich tauchte mein schlechtes Gewissen in regelmäßgien Abständen auf, um mich zu ärgern. Ich hatte nun drei Stunden Zeit um mir in der Einsamkeit der Wälder einzubilden, wie mein Bein durch die Anstrengung des Laufens immer dicker und heißer werden würde und ich dadurch unentrinnbar einer Amputation zusteuerte. Die schönen Ausblicke auf Meiningen lösten meine Sorgen wieder auf.

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Aussicht auf Meiningen

Alles wird gut

Zurück auf dem Campingplatz wickelte ich ein in kaltes Wasser getauchtes Handtuch um meinen Unterschenkel und schlief mit der Gewissheit ein, dass das Penicillin und die anderen Antibiotika über die Bakterien und meine Unvernunft siegen würden.

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Geschrieben am Juli 30, 2010 - von reisekalle

4. Tag: Rund um Geba

An diesem Tag gab es keine  besonderen Vorfälle, außer dass mein Unterschenkel immer röter wurde. Ich machte die übliche Morgenwanderung und fuhr nachmittags ein wenig durch die Gegend. Der 15 Kilometer lange Gebaweg, war überaus erfreulich. Die Rhön zeigte sich wieder einmal von der besten Seite. Wunderschöne Aussichten und das Naturschutzgebiet Hohe Lohr boten reichlich Abwechslung. In Geba selbst fand ich eine turmlose achteckige Bergkirche, die unter Denkmalschutz stand.
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Rund um Geba
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Geschrieben am Juli 28, 2010 - von reisekalle

3.Tag: Gutgehen lassen

Striptease am Morgen

Gegen fünf Uhr wachte ich auf. Der Kollege im Nachbarauto schlief noch. Ich nutzte die Gelegenheit für die Morgentoilette. Das war gut so. Denn kurz nachdem ich mich meines Adamskostüms entledigt hatte, erschien der erste Besucher. Er wollte sich den Sonnenaufgang auf dieser Anhöhe nicht entgehen lassen und hätte sich wohl sehr gewundert, wenn er hier eine Ein-Mann-Stripteaseshow vorgefunden hätte.Wie schnell sich doch in wenigen Minuten eine Szene ändern kann. Ich tat so, als ob ich eine kurze Pause gemacht hätte und nun weiterfahren müsste und ich hatte tatsächlich anderes vor. Ich wollte das Kirchen-Pfarrhaus-Ensemble in Dermbach in der frühen Morgensonne fotografieren.
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Die schönste spätbarocke Kirche Ostdeutschlands

Die Kirche St.Peter und Paul soll eine der schönsten spätbarocken Kirchen Ostdeutschlands sein. Leider war die Kirche um diese Zeit noch nicht geöffnet. Ich wollte nicht warten. Dieser Tag versprach nämlich wieder richtig heiß zu werden und daher wollte ich die kühlen Morgenstunden für meine Wanderung nutzen.

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Dermbach in der Morgendämmerung

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Extratour Vorderrhönweg

Weiter Blick auf die Vorderröhn. Die Wiesen scheinen in der frühen Sonne besonders rotgelb. Durch die weißen Schäfchenwolken scheint rechts im Bild die Sonne.

Weitsicht auf die Vorderrhön

Die 14 Kilometer lange Extratour “Vorderrhönweg” bot einige schöne Aussichten und ich war ganz zufrieden. Während meiner Wanderung hatte ich einen – wie sich später herausstellte – verhängnisvollen Zwischenfall. Ich rutschte beim Abstieg aus und rammte mir einen Ast ins Schienbein. Es blutete ein wenig. Da ich nichts zum Verbinden dabei hatte, ließ ich es bluten und beachtete es nicht weiter. Die Folgen kamen ein paar Tage später.  Bereits um 10 Uhr schien die Sonne  so warm, dass mittlerweile mein Wasservorrat (1,5 l) zu Ende ging. Glücklicherweise erreichte ich bald Oepfershausen. Da ich meinen Kohlenhdyrat- spiegel wieder auffüllen wollte, trank ich zuerst innerhalb von wenigen Minuten eine große Flasche Limonade, anschließend eine Flasche Mineralwasser.
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Hunger und Durst

Hackfleisch in Kartoffelteig mit Lauchsauce

Das besondere ...flüh. Hackfleisch in Kartoffelteig mit Lauchsauce

Während ich zu Hause ständig Hunger oder besser gesagt Appetit habe, interessiert mich das Essen – wenn ich unterwegs bin – nur am Rande.  Bei meinen Wanderungen habe ich selten mehr als nur eine Wasserflasche dabei. Den Rest meines Rucksacks füllt die Kameraausrüstung. Wenn ich jedoch ein nettes Restaurant finde, gehe ich auch mal essen. So erging es mir an diesem Tag am frühen Nachmittag, als ich durch Kaltennordheim bummelte. Ich sah ein Café und mir fiel ein, dass ich heute noch keinen Kaffee getrunken hatte. Als ich so ganz nebenbei die Speisekarte studierte, zwangen mich quasi die regionalen Angebote zu einer Bestellung. Leider habe ich den Namen des Gerichtes vergessen. Es half auch nichts, dass ich am nächsten Tag noch einmal dort speiste und mir den Namen einzuprägen versuchte. Ich hätte es mir aufschreiben sollen. Der Name hatte irgendein Anhängsel mit …flüh oder …floh. Dieses FleischFlühFloh war tatsächlich eine Geschmackserkenntnis. Hackfleisch im Kartoffelteigkloss. Ich würde mich freuen, wenn jemand aus der Thüringer Rhön, der diesen Artikel liest, mir eventuell den Namen dieses Gerichtes offenbaren könnte.

Sehenswürdigkeiten in Kaltennordheim und in Kaltensundheim

In Kaltennordheim gab es ein paar nette Sachen anzuschauen, wie den Amtshof und das Schloss. Das schönste davon war das Tor, wie auf dem Bild zu sehen ist. Die Kilianskirche auf dem Friedhof soll der der älteste sakrale Steinbau in dieser Gegend sein. In Kaltensundheim ganz in der Nähe faszinierte mich die Wehrkirche. Im Inneren gefiel mir die bunte Orgel. Den Rest des Tages verbrachte ich mit  herumfahren und herumbummeln.
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Kaltennordheim und Kaltensundheim
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Mangel an Übernachtungsplätzen

Ich wollte wieder auf diesem Parkplatz bei Dermbach übernachten, weil er großzügig angelegt war, abseits der Straße lag und eine schöne Aussicht bot. Leider war er diesmal nicht so einsam wie tags zuvor. Es war Samstag. Picknick-Time. Ich hatte keine Lust auf Familientreffen und suchte mir eine andere Stelle. Das war jedoch schwieriger als geplant. Deutschland ist nun mal ziemlich zersiedelt, so dass nicht überall idyllische Rückzugsorte vorzufinden sind. Ich brauchte mehr als 90 Minuten und zwei Flaschen kaltes Bier, die ich mir an der Tankstelle holte, bevor ich einen Platz in der Natur gefunden hatte, an dem ich mich uneingeschränkt wohlfühlen konnte.
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Geschrieben am Juli 26, 2010 - von reisekalle

2. Tag: Wandern und Stadtbesichtigungen

Morgenstimmung im Wald. Hohe dichte Laubbäume säumen den Wanderweg, der vom unteren Bildrand ins Bild hineinläuft. Der Weg verläuft im unteren Viertel des Bildes. Der Rest ist mit Bäumen ausgefüllt. Direkt über dem Weg etwas über der horizontalen Mittellinie des Bildes scheint als großer länglich runder gelber Fleck die Sonne durch die Baumkronen.

Sonnenaufgang im Wald

Auf dem Keltenpfad

Während mich die Dunkelheit der  Nacht vorzüglich verschluckt hatte, hob mich die Morgenddämmerung auf dieser baumlosen Wiese deutlich hervor.  Die Bürokratie ist ein seltsames System, bei der weder Vernunft noch Logik etwas auszurichten vermögen.  ”Gehorchen”  und ”Nichtdenken” sind dabei die  hevorstechenstden Qualitäten. Da ich nicht wusste, wie hier die Förster tickten und welche Regeln galten, brach ich – um eventuellen Ärger zu vermeiden – sofort nach dem Erwachen auf. Außerdem sollte es 38° C werden. Dies war erst recht ein Grund, so früh wie möglich mit der Wanderung zu beginnen. Heute wollte ich den zweiten Teil des Keltenpfades hinter mich bringen. 7 Kilometer Wanderstrecke. Mit Fotografieren und gemütlichem Umherschauen würde ich in mindestens 3 Stunden,  also bevor die Hitze einbrach, fertig sein . Diese Etappe um und auf dem Öchsenberg war wesentlich  interessanter als die gestrige und größere Etappe des Keltenpfades. Die Wege waren naturbelassener und der Wald urtümlicher. Der Öchsenberg selbst bot eine wundervolle Aussicht. Ich würde generell empfehlen die große Schleife um den Rodenberg zu Gunsten des Öchsenberges auszulassen.
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Auf dem Keltenpfad

Vacha

Anschließend besuchte ich ein paar Städtchen. Vacha gefiel mir am Besten. Vielleicht lag es an der Frühe des Tages, denn die Stadt ließ zu diesem Zeitpunkt keine Hektik über ihre Grenzen. Eine idyllische Ruhe lag über dem  großen langgestreckten und freundlichen Marktplatz. Hoch auf dem Turm hatten sich zwei Störche gemütlich eingerichtet.

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Breitungen an der Werra und Wasungen

Zwei weitere nennenswerte Orte auf meiner Route waren Breitungen an der Werra und Wasungen.In Breitungen gefielen mir die kleine Kapelle und das Renaissanceschloss, dass zusammen mit der romanischen Basilika eine schönes Ensemble bildete. Wasungen war ebenfalls ein schönes Städtchen. Die Durchgangsstraße war zurzeit Baustelle und minderte ein wenig die Idylle. Die sengende Hitze tat ihr übriges.

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Eine Flasche Rotwein für mich allein

Den Rest des Tages fuhr herum und schaute mir die Gegend an. Immerhin gewährte mir meine Klimaanlage eine erholsame Kühle. Zufällig entdeckte ich einen schönen geräumigen Parkplatz am Waldrand, in der Nähe von Dermbach. Er war von der Straße zurückgesetzt und bot einen fantastischen Blick auf die Vorderrhön. Es war gegen 21.00 Uhr und ich beschloss hier zu übernachten. Ich traf dort einen Reisenden, der ebenfalls in seinem Auto zu übernachten schien. Ich versuchte ein Gespräch, dass jedoch nicht recht in die Gänge kam. Also ließ ich es bleiben, bereitete meinen Wagen für die Nacht vor und trank meine Flasche Wein allein.

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Geschrieben am Juli 23, 2010 - von reisekalle

Freiheit

Ich werde mich hüten, jemals wieder irgendwelche Vorhaben oder Pläne preiszugeben, geschweige denn zu glauben, dass ich sie durchführen würde. Jedenfalls nicht zu den vorgenommenen Terminen. Es gibt zu viele unbekannte Faktoren, die Einfluss auf meine Wünsche und Ziele haben. Ich werde also schweigen und mich erst zu Wort melden, wenn eine Handlung aktuell geworden ist.

Und siehe da, plötzlich entschied ich mich von heut auf morgen abzuhauen.

Dummerweise kam mir dieser Gedanke 11 Tage vor einem wichtigen Treffen, an dem ich wieder zurück sein musste. Immerhin hatte ich 11 Tage zur Verfügung. Ich packte mein Auto und fuhr los. Endlich lief einmal alles reibungslos. Mein Toyota hielt durch. Mein Internet funktionierte. Ich hatte nur die Maus vergessen, so dass die Bildbearbeitung ein wenig umständlich gewesen wäre. Ich hatte so wie so keine große Lust zu arbeiten.

Selbst das Wohnen auf ca. 3 qm Fläche in meinem Land Cruiser hielt ich durch, ohne ein einziges Mal auf ein Hotel oder eine Pension zurückzugreifen. Immerhin hatte ich einen riesigen Vorgarten zum austoben.  In den ersten Tagen hieß dieser Garten Rhön, später Falkenhöhe. Zweimal nistete ich mich auf einem Campingplatz ein um Wäsche zu waschen und vor allem wegen dem Luxus, mehr als 5 Liter Wasser für die Körperpflege zur Verfügung zu haben. In Meiningen blieb ich sogar über Nacht. Die Schranke an der Einfahrt konnte 24 Stunden am Tag betätigt werden. Der Platz war nicht einmal zur Hälfte besetzt. Ich hatte  viel Bewegungsfreiheit.

In Rothenburg ob der Tauber verließ ich - obwohl ich für die Übernachtung bezahlt hatte - den Campingplatz bereits nach zwei Stunden. Ich kam gegen 17.00 Uhr dort an. Nachdem ich mich geduscht und zwei Bier getrunken hatte, packte mich das Grauen. Eine Parzelle war dicht an die nächste gereiht. Auf jeder Parzelle eine Familie oder ähnliches. Es erinnerte mich an die langweiligen Einfamilien- und Reihenhaussiedlungen mit ihren noch langweiligeren Vor- und Hintergärten. Spießigkeit hoch drei. Vor allem störte mich die Tatsache, dass dieser Campingplatz – wie viele andere in Deutschland – zwischen 22 Uhr abends und 8 Uhr morgens nicht mit dem Auto verlassen werden konnte, quasi ein Gefangenenlager. Jeder Hauch von Freiheit, Abenteuer und Spontaneität schien ausgelöscht. Ich ergriff die Flucht, bevor die Schranken schlossen.

Stattdessen genoss ich hoch oben auf dem Berg den Sonnenuntergang über Rothenburg.
Rothenburg ist in der Fern von einer Anhöhe aus links im Bild zu sehen. Etwa im Unteren Drittel des Bildes. Davor sind Wiesen und Felder. Über Rothenburg der rötliiche und ganz oben der bläuliche HImmel im Sonnenuntergang. Die Sonne geht tief gelb auf der rechten Bildseite unter und ist noch über dem Horizont zu sehen.

Sonnenuntergang in Rothenburg ob der Tauber

Ansonsten vergingen die Tage recht schnell. Ich fuhr herum und schaute mir kleine Städtchen an, wie Vacha, Meinigen oder Rothenburg und ich wanderte viel. Meistens morgens ab 6 oder 7 Uhr bevor es heiß wurde. Und es wurde richtig heiß. Teilweis 38°C. Wandern war, glaube ich, sogar besser, als irgendwo ohne Klimaanlage nichtstuend in der Hitze zu schmoren.
Leider musste ich wegen dem besagten Termin nach Hause. Ein weiterer ist noch abzuwarten. Dann aber … . Tja, ich kann euch nichts verraten, weil ich, wie ihr wisst, keine Pläne mehr ankündige. Zunächst werde ich jedoch ein paar Bilder und Eindrücke von diesen elf Tagen (1.07. bis 11.07.2010) ins Internet schicken.
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Geschrieben am Juli 22, 2010 - von reisekalle

1. Tag: Überraschung in Sünna

Eigentlich wollte ich schon am Abend vorher aufbrechen. Es wurde mir jedoch zu hektisch und ich beschloss am nächsten Vormittag zu starten. Aus dem Vormittag wurde Nachmittag. Ich weiß nicht, warum ich so schwer in die Gänge komme, bzw. warum immer so viel erledigt werden muss. Die Welt dreht sich doch trotzdem weiter.

Es war also 14 Uhr als ich im Auto saß. Gegen 15.30 erreichte  ich mein Ziel. Das Ziel hieß Sünna, ein kleines Dorf in der nördlichen Rhön. In erster Linie wollte ich wegen dem Keltenpfad – einem ca. 18 km langen Premiumwanderweg – und wegen dem Keltendorf dort hin. Ein unerwartetes Hinweisschild machte mich neugierig auf die kleine Dorfkirche und entpuppte sich im Nachhinein als der uneingeschränkte Höhepunkt dieses Tages.

Die Kirchenkunst bietet immer wieder erbauliche Überraschungen und die alten Kirchen – wenn sie nicht gerade eine Touristenattraktion sind – einen besonderen Ort der Ruhe und des Seelenfriedens. Vor allem kann man in manchen alten kleinen Dorfkirchen – nur dort, fernab jedes überdimensionalen Prunks –  diese besondere Atmosphäre finden, die nicht zu beschreiben ist. Man muss sie persönlich erfahren.
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Kirche in Sünna

Diese Kirche in Sünna war eine von diesen wenigen, welche mir diese besondere Atmosphäre bescherte. Ich hatte das Glück, dass die Kirche verschlossen war, ich also dem Hinweis auf dem kleinen Zettel im Schaukasten folgen musste  und den Schlüssel im benachbarten Pfarrhaus verlangte. Der Pfarrer gab mir nicht nur den Schlüssel, sondern sogar eine persönliche Führung durch die Kirche. Obwohl ich ihn nicht nach seinem Namen gefragt hatte, wird er für mich kein Namenloser bleiben. Seine Begeisterung, mit der er die Geheimnisse der Kirche offenbarte, wurde mir zur dauerhaften Erinnerung. Die Zeit verging wie im Fluge.  Von der Flut der Informationen  kann ich nur das wichtigste in Bruchstücken wiedergeben: Obwohl die Kirche in romanischer Zeit erbaut wurde, weist sie den untypischen Grundriß eines Kreuzbaus auf. Diese Bauweise findet man bei Kirchen aus dieser Zeit nur, wenn ihnen eine hohe Bedeutung zukommt, die in diesem Fall aus der Größe und der Geschichte des Dorfes nicht ersichtlich ist. Ein weitere Besonderheit ist die programmatische Zusammenstellung der Bilder, die hier zu finden und  in Deutschland einzigartig ist. Interessierten empfehle ich selbst vorbeizukommen und sich beeindrucken zu lassen.

Als ich die Kirche verließ war es schon ziemlich spät, ca. 18 Uhr. Dennoch beschloss ich die geplante Wanderung durchzuziehen. Ich war froh, als sich herausstellte, dass der Keltenpfad nicht als Rundwanderweg, sondern in Form einer Acht angelegt war. So erreichte ich bereits nach 11 Kilometern meinen Ausgangspunkt. Andernfalls hätte mich die Dunkelheit erwischt und ich hatte weder Taschen- noch Stirnlampe dabei.
Landschaft in der Rhön. Blick vom Keltenpfad  auf die fernen Kuppeln der Rhön. Davor ist weite Wiesenlandschaft mit vereinzelten Bäumen und Büschen zu sehen.

Landschaft in der Rhön. Blick vom Keltenpfad

Der große Parkplatz am Point Alpha am Waldrand sollte meine Übernachtungsstelle werden. Dieser entpuppte sich als weniger einsam als gedacht. Da das Museumgelände nur bis 18 Uhr geöffnet war, hatte ich nicht erwartet, dass das Restaurant innerhalb dieses Geländes zu so später Zeit Gäste bewirtete. Aus reiner Vorsichtsmaßnahme übernachte ich im Freien nie dort, wo man mich sehen oder vermuten kann. Ich fuhr also vom Parkplatz aus querfeldein bis mich die Dunkelheit verschluckte.

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Geschrieben am Juni 7, 2010 - von reisekalle

Landschaftliche Vielfalt in der Rhön

Hier ist ein kleiner Überblick über die landschaftliche Vielfalt der Rhön, die ich während meiner Wanderungen auf den Extratouren “Haubentour”, “Milseburgtour”, “Kegelspiel” und an der Fränkischen Saale eingefangen habe. Immer wieder begeisterte mich die unendliche Weite in der Hochrhön.

Blauer Himmel, mit weißen Wolken durch zogen, über weite grüne Graslandschaft. Im Vordergrund ein paar Holzpfähle mit Stacheldrahtzaun. Den Horizont begrenzt eine unterbrochene  Baumreihe

Die Haubentour bietet immer wieder weite Rundblicke

Die Haubentour

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Nur Frühaufstehern wird die überwältigende Faszination eines Sonnenaufgangs zuteil, wie das Bild zeigt, dass ich gleich zu Beginn der Milseburgtour geschossen habe. Nachmittags muss man sich die Ruhe meistens mit Scharen von Wanderern teilen.
Sonnenaufgang in der Rhön. Man erkennt bereits das leichte Blau des Himmels. Etwa in der Mitte des Bildes zieht ein orangefarbener, sonnenerhellter Streifen, von links nach recht schmaler werdend, das Bild. Unterhalb des Streifens liegen die dunklen Berge im Dunst des Frühnebels. Im Vordergrund sind dunkle Schemen von kleinen Bäumen zu erkennen.

Sonnenaufgang in der Rhön. In der Nähe der Milseburg

Die Milseburgtour

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Extratour Kegelspiel, das Schwarze Schaf unter den Extratouren

Rhönlandschaft. Im Vordergrund Graslandschaft, die sich weit nach hintern erstreckt. Im Vordergrund ist die Wiese  rötlich gefärbt. Vier Bäume stehen in etwas größeren Abständen in einer Reihe von links nach rechts. Im HIntergrund links ein etwas höherer mit Wald bewachsener Hügel. Rechts etwas weiter hinten ein kleinerer Hüger, der Gehilfersberg. Dessen Kuppel ebenfalls bewaldet ist. Auf seiner Spitze sieht ragt Dach und Turm der Wallfahrtskapelle hervor. Die oberen zwei Drittel des Bildes sind von blauem, mit weißen Wolken durchzogenen Himmel bedeckt.

Gehilfersberg mit der Wallfahrtskapelle "Sankt Maria und Vierzehn Nothelfer"

Von allen Qualitätswanderwegen hat mich bisher die Extratour “Kegelspiel” enttäuscht. Ich fand sie extrem langweilig und mit fast 19 Kilometern extrem lang, als ob man Qualität durch Quantität ersetzten wollte. Die Rundwanderung erfolgte in erster Linie auf eintönigen, breiten Schotterwegen.  Die wenigen erdigen Waldwege waren durch die tiefen Spuren von Waldfahrzeugen häßlich verunstaltet . Die Wälder boten bis auf den naturgeschützten Stallberg wenig Abwechslung. Landschaftlich bot der Gehilfersberg mit seiner Wallfahrtskapelle eine befriedigende Ausnahme. Ich möchte daher allen Mut machen, die dummerweise mit der Extratour “Kegelspiel” Erstkontakt mit der Rhön hatten. Startet bitte einen erneuten Versuch. Die Rhön ist schön.

Herbst in der Rhön

Ein Spaziergang an der Fränkischen Saale.

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Auf dem Weg zum Kissinger Haus

Rhönlandschaft - Auf dem Weg zum Kissinger Haus

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Geschrieben am Mai 30, 2010 - von reisekalle

Fantastische Rhön: Extratour Hochrhöner

Panoramabild von der Rhön. Rechts ist in der Ferne die Radarkuppel der Wasserkuppe zu erkennen. Davor liegt ein weites Tal mit ein paar wenigen Häusern. Links im Vordergrund ein Berg mit sonnenverbrannter Wiese. Die Bergkuppe ist bewaldet. Ganz vorne - im unteren Viertel des Bildes - erstreckt sich ein grüner Wiesenstreifen von links nach rechts. Er beginn links ganz schmal und verbreitert sich nach rechts um in einen Hügel, der nicht mehr ganz zu sehen ist, überzugehen.

Weiter Blick über die Hochrhön. Rechts hinten ist die Wasserkuppe zu sehen.

Der Hochrhöner steht ganz oben auf meiner Liste eindrucksvoller Wanderwege. Fantastische Fernsichten, weites Land und abwechslungsreiche, meistens naturbelassene Wege verführen den Wanderer unumgänglich zu einem absolutem Hochgefühl. Leider vergehen die 14,8 km wie im Flug. Es hätte einfach noch ein bißchen mehr sein können.

Abwechslungsreiche Wanderwege

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Abwechslungsreiche Wanderwege

Weites Land und Orte der Stille

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Weites Land und Orte der Stille

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Geschrieben am Mai 26, 2010 - von reisekalle

Besuch auf dem Kreuzberg

Ich hatte die letzten Wochen wenig Zeit um kontinuierlich meine Webseite zu pflegen.  Irgendwelche Planungen lenken mich ab. Vor kurzem hat mir Jürgen meinen ganz persönlichen Dachgepäckträger angefertigt.

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Jürgen bei der Arbeit

Jetzt kann ich eine Menge Gepäck mitnehmen oder besser noch: ich kann auf meinem Dach übernachten. Natürlich erst, wenn ich die fehlende mittlere Platte eingesetzt habe.

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Mein ganz persönlicher Dachgepäckträger

Nun möchte ich endlich mit meinen Eindrücken in der Rhön fortfahren.

Biergarten im Kloster Kreuzberg. Vom Vordergrund ziehen in fünf Reihen Biertische mit Bänken nach hinten bis zur Efeu bewachsen Wand des Klostergebäudes. Der Klosterkomplex umgibt den Biergarten L-förmig. Die linken Gebäude werden fast gänlich von einem großen Laubbaum verdeckt. Links führt ein Torbogen zum Klosterhof. Auf der rechten Seite des Biergartens schein ein Kiosk zu sein. Vor ihm stehen zwei hellblaue Abfalleimer mit dem Langnese-Logo. Der Kiosk ist ebenfalls durch Büsche fast verdeckt. Es ist noch früh am Tage. Der Biergarten ist erst zu einem Viertel mit Menschen bevölkert, die sich nahe dem Klostergebäude aufhalten. Die Bänke im Vordergrund sind alle leer.

Biergarten im Kloster Kreuzberg

Der Kreuzberg ist ganz  nett. Man trifft im Kloster viele Leute, kann gutes Bier trinken und, wenn man die Anstrengung eines kleinen Anstiegs in Kauf nimmt, eine schöne Fernsicht genießen. Wer sich damit begnügt, verpasst in der Rhön einiges, bzw. der weiß von der Rhön gar nichts. Erhebliche Steigerungen sind möglich. Eine großartige Natur und fantastische Rundblicke erschließen sich am besten dem Wanderer. Die Extratouren „Rotes Moor“ oder „Hochrhöner“ – um nur einige der vielen Rundwanderungen zu nennen – sind ein absolutes muss. Also kann ich nur den Tipp geben: „Haltet euch nicht zu lange auf dem Kreuzberg auf. Ihr könnt euch ja immer wieder im Anschluss einer Erkundungstour mit einem Klosterbier belohnen!“

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Auf dem Kreuzberg

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Geschrieben am Mai 9, 2010 - von reisekalle

Hunger

Als Fotograf stehe ich meistens früh auf, um die besondere Atmosphäre der frühen Morgenstunden für mich arbeiten zu lassen. Meistens habe ich keine Zeit zum frühstücken und manchmal verpasse ich die Mittagszeiten. Dann können solche Situationen wie folgende auftauchen:

Gegen 7.30 Uhr erreichte ich die Wasserkuppe. Es war alles wie ausgestorben. Kaum zu glauben, dass hier ein paar Stundem später reger Rummel herrschen soll. Einsam spazierte ich durch die Einkaufsstraße. Es ist schon pervers, dass inmitten eines Biosphärenreservats, in dem man wegen des Naturschutzes nicht einmal am Straßenrand halten darf, dass inmitten dieses Reservats auf dem höchsten Berg der Rhön eine kleine Stadt aus Läden, Kneipen und Museum, Flugplatz für die Segelflieger, Sommerrodelbahn und anderen Freizeitangeboten, die einfach nicht hierher gehören, geschaffen wurde.
Die Wasserkuppe mit dem Fliegerdenkmal links im Vordergrund und rechts im Hintergrund die Radarkuppel

Fliegerdenkmal und Radarkuppel auf der Wasserkuppe

Hinter diesem Schandfleck aus Beton wurde ich Gott sei Dank wieder mit eindrucksvollen Fernsichten über die Rhön belohnt. Links sah ich die Radarkuppel – das Wahrzeichen der Wasserkuppe – und rechts das Fliegerdenkmal, dass zu dieser Stunde menschenleer war. Auf den nächsten drei Kilometern bis zum Pferdskopf gab es weiterhin grandiose Fernsichten. Danach ein steiler Abstieg bis zum Guckaisee. Er ist bei weitem nicht so idyllisch wie die Basaltseen “Tintenfass” und “Steinernes Haus”. Was diesen etwa 700m hoch gelegenen Bergsee interessant macht ist, das man baden darf.

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Wasserkuppe

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Zwischen Wasserkuppe und Pferdskopf

Das Wandervergnügen auf den restlichen 14 Kilometern wurde dadurch geschmälert, dass ich meistens auf breiten, teilweise geschotterten Waldwegen laufen musste. Obernhausen hatte ich als Esspause eingeplant. In meinem Extratouren-Heft wird dort ein Restaurant zum Einkehren erwähnt. Ich kam um 14.30 Uhr dort an und freute mich auf den saftigen Schweinebraten. Unfreundlich wurde ich abgewiesen: “Die Küche sei schon geschlossen”. Nicht einmal ein Imbiss zum Mitnehmen für Wanderer wurde in diesem “Berghof” angeboten. Ich hatte noch nicht gefrühstückt. Ich war hungrig. Mein Magen war leer wie eine ausgepresste Zitrone und ich war genau so stinksauer. Die nächste Möglichkeit, etwas zu Essen zu bekommen, hatte ich erst 11 Kilometer – also etwa 3 Stunden – später in Aussicht. In meinem Kopf wirbelten die Gelüste nach Schweinebraten, Lammkotlett und Rindersteak mit Pommes, Kartoffeln und dicken Klößen durcheinander. Dann wechselte das Sehnsuchts-Szenario in eine gesündere Richtung:  plötzlich hatte ich Lust auf Riesenberge von Salat und Obst. Schließlich endete die kulinarische Fantasiereise im fiktiven Verspeisen von  tütenweise Gummibärchen und Lakritz. Wie in einem Kreisverkehr ohne Ausgang wiederholte sich die Speisekarte in regelmäßgien Abständen. Der einzige Unterschied bestand darin, dass ich immer weniger auf die Qualität eines ausgeklügelten Rezeptes zu Gunsten von immer größer werdenden Fleisch- und Gemüsebergen achtete.

Meine fast schon fieberhaften Fantasien wurden nur noch beim Aufstieg zur Fuldaquelle, an der Fuldaquelle selbst und auf dem Schafstein unterbrochen. Dort ließen mich die Natureindrücke bzw. das frische Quellwasser meine Gelüste für kurze Zeit vergessen.

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Ablenkung vom Hunger

Mit letzter Kraft erreichte ich den Parkplatz auf der Wasserkuppe, quälte mich in mein Auto und steuerte – alle Vorfahrtsregeln und Geschwindigkeitsbeschränkungen außer Acht lassend, auf den nächsten Supermarkt zu.   Ich stellte meinem Drang keine Hindernisse in den Weg und kaufte ein: drei Flaschen Bier,  zwei Flaschen Wein, Gummibärchen, Kaubonbons, Tintenfisch in Dose, mehrere Käsesorten, Kartoffelsalat, Fleischwurst, Schokolade, Müsli uvm. An der Kasse angelangt, hätte mein Einkaufswagen bereits eine dreiköpfige Familie für mehrere Tage ernähren können. Ich zahlte 38,50 €. Das erste Drittel verspeiste ich schon während der Heimfahrt ohne Rücksicht auf klebrige Finger und konsequenterweise eines ebenso klebrigen Lenkrades.  Am Campingplatz angekommen, konnte ich die ersten zwei leeren Bierflaschen schon zur Seite stellen. Ich öffnete eine Flasche Wein und als diese geleert war, hatte ich meine Einkäufe um etwa die Hälfte reduziert. Die unangenehme Leere meines Magens hatte sich nun in ein unangenehmes Völlegefühl des gesamten Körpers verwandelt. Die Wirkung des Alkohols beschied mir eine wohlige Müdigkeit. Der später einsetzende Durchfall versprach dagegen eine unruhige Nacht.

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Geschrieben am April 30, 2010 - von reisekalle

Rhön: Extratour “Museumstour” oder Verirrungen am laufenden Band

Da das Aufzählen von Informationen recht trocken sein kann, freue ich mich, Aufzeichnungen von der Museumstour im September 2009  gefunden zu haben, welche die Geschichte ein wenig auflockern:
Bäume und Wiese in der Abenddämmerung: Vereinzelte Bäume stehen schattenhaft auf einer Wiese im unteren Drittel des Bildes. Leicht abschüssig von links nach rechts. Die ganze Landschaft ist in ein goldgelbes Dämmerlicht getaucht. Die Sonne ist bereits untergegangen.

Abenddämmerung in der Rhön

Meine Entscheidung, in die Rhön zu fahren, fällte ich erst am späten Morgen, daher war schon der halbe Tag vorbei, bevor ich in Ehrenberg-Wüstensachsen ankam. Ich musste die Anmeldeformalitäten auf dem Campingplatz schnell erledigen. Es war kurz vor 13.00 Uhr, das Büro wollte Mittagspause machen. Abends würde ich auch niemanden erreichen, da ich aufgrund der bevorstehenden Wanderung erst nach Büroschluss zurückkäme.  Das würde verschlossene Schranken bedeuten, die nur mit Hilfe eines Chips zu öffnen sind, der wiederum nur durch rechtzeitige Anmeldung im Büro erhältlich war.  Wild Campen ist verboten und somit ist in Deutschland das letzte bißchen abenteuerliche Freiheit der bürokratischen Langeweile zum Opfer gefallen.

Ich hatte also rechtzeitig den besagten Chip in der Tasche  und konnte mich nun auf meine  20 Kilometer lange Wanderung vorbereiten. Mit den obligatorischen Pausen zum fotografieren würde ich mindestens sieben Stunden unterwegs sein.  Dadurch kam ich etwas in Zeitdruck. Ich hatte keine Ahnung, wann aktuell die Sonne untergeht und ich befürchtete, dass mich eventuell die Nacht überraschen und ich eine Teilstrecke im Dunkeln wandern müsste. Dieser Gedanke gefiel mir überhaupt nicht, zumal ich mein Stirnlicht zu Hause liegen gelassen hatte.

Gerade weil nichts geschehen durfte, was eine Verzögerung des Zeitablaufs bedingte, verfolgten mich wie ein böses Omen mehrere Mißgeschicke hintereinander. Genauer gesagt vier. Es begann damit, dass ich gedankenverloren den geplanten Einstieg der Rundwanderung verwechselte. Ich setzte also  einen anderen Startpunkt voraus und war sichtlich verwirrt, dass ich um Kurven und Biegungen lief, die laut Karte überhaupt nicht sein durften. So irrte ich die  ersten 20 Minuten ziemlich orientierungslos umher und dachte allen Ernstes an Dinge wie Raum- und Zeitverschiebung, bevor ich endlich begriff, dass diese  irrealen Phänomene  verträumte Kurzschlüsse waren.   Erst als ich einen übrig gebliebenen Kontrollturm der ehemaligen innerdeutschen Grenze erreichte,  konnte ich mich lokalisieren. So hatte dieser Wachturm wenigstens einmal in seinem Leben eine sinnvolle Aufgabe gehabt.

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Ehemalige innerdeutsche Grenze

Meine Gedanken schweifen öfters ab und so träumte ich wieder einmal vor mich hin. Ich hatte frische Äpfel von den Bäumen an der Straße gepflückt und stellte mir vor, wie schön es wäre, später einmal einen eigenen Selbstversorgerhof zu haben, um endlich Gemüse und Obst essen zu können, das auch nach Obst und Gemüse schmeckt. Denn selbst das Biogemüse, ist Dank der Massenproduktion keine Gaumenfreude mehr. Inmitten dieser Träumereien, mit dem herrlichen Geschmack eines frischen nach Apfel schmeckenden Apfels im Mund, blieben plötzlich die Wanderzeichen aus. Diesmal war es kein großes Problem. Fladungen war schon zu sehen und da ich dort auf alle Fälle meinen Wanderweg wiedertreffen musste, lief ich querfeldein.

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Fladungen

Das zweite Mal verlor ich die Zeichen bei der St. Gangolfkirche, die gleich hinter Fladungen auf einem Hügel thront.  Diesmal  konnte ich wirklich nichts dafür. Der Weg samt Hinweiszeichen musste zugewachsen sein.Ich lief mehrmals auf und ab und um die Kirche herum. Der Weg blieb verschwunden, ich endete immer wieder in einer Sackgasse.   Schließlich lief ich – immerhin näherte sich die Sonne schon gefährlich nahe dem Horizont -einfach in die Richtung, in der ich vermutete, dass sie richtig sei.  Das ist gar nicht so einfach. Diese sogenannten Premiumwanderwege, auf welche die deutschen Wandervereine so stolz sind,  findet man nämlich auf keiner vernünftigen Wanderkarte. Dafür erhält man ein Heftchen, in denen die Touren in einem Maßstab von schätzungsweise 1:100.000 eingezeichnet sind. Sie sind schön anzuschauen aber für die Orientierung nur solange brauchbar, wie man die Wanderzeichen nicht aus den Augen verliert.

Beim dritten Mal wies ein Richtungsschild einfach so in eine Wiese hinein. Ein Weg war kaum zu erkennen und das rote M, das Symbol für diesen Wanderweg “Museumstour”, ließ sich auf einer Strecke von 1000 m nicht blicken.  Dieses Herumirren und Zweifeln kostete mich jedes Mal eine Menge Zeit. Es war 19.00 Uhr, es dämmerte bereits und ich hatte noch vier Kilometer Aufstieg vor mir. Glücklicherweise konnte ich mein Auto kurz vor Dunkelheit orten und erreichte es mit dem Wissen, dass die aktuelle Zeit für das Verschwinden des Tageslichtes 20:05 Uhr ist.

Auf dem Campinplatz baute ich dann mein Zelt im Lichte der Autoscheinwerfer auf und kann euch beruhigen, dass das Resultat am nächsten Tag ganz leidlich aussah.

Schnappschüsse auf der Museumstour:

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Geschrieben am April 28, 2010 - von reisekalle

Rund um die Extratour “Rotes Moor” – ein kleiner Nachtrag

Panoramabild von der Wasserkuppe in der Rhön. Im Vordergrund grüne Wiese, die sich mit einer leichten Mulde am unteren Bildrand von links nach rechts zieht. Es folgt ein Waldstreifen aus dunklen Nadelbäumen. Sein Verlauf passt sich dem der Wiese an. Hinter dem Waldstreifen ist ein Tal zuvermuten. Dahinter erhebt sich - baumlos - die Wasserkuppe. Sie ist durch die Radarkuppel zu erkennen, die in der rechten Bildhälfte in etwa auf Höhe der horizontalen Mittellinie ganz klein in der Ferne zu sehen ist. Die obere Bildhälfte wird von blauem Himmel, der mit weißen Wolken, teilweise wie Dunst, durchzogen ist.

Wasserkuppe

Vor gar nicht langer Zeit habe ich kurz die Extratour “Rotes Moor” beschrieben. Nun sind mir noch ein paar Bilder in die Hände gekommen, die ich ergänzend hinzufügen möchte.

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Geschrieben am April 23, 2010 - von reisekalle

Rhön: Extratour Hilderser

Landkarte von der Rhön, wie früher beschrieben. Hilders ist zwecks Orientierung rot markiert.

Rhön: Extratour Hilderser

Je nachdem zu welcher Uhrzeit man die Wanderung beginnt, kann man vorher oder nachher in Hilders einkehren, oder sich sogar – wie ich es bevorzugt habe – zweimal belohnen. Vor der Wanderung gab es Rhönforelle, nach der Wanderung ein gutes Eis. Beide Male ein gutes kühles Bier dazu. Wer Kultur mag, kann sich die katholische Barockkirche St. Bartholomäus von 1793-96 anschauen. Die Innenräume sind mit einer reichen barocken Ausstattung versehen.

Ein riesengroßes Baumhaus zwischen den Ästen einer Buche. Es besteht aus unendlich vielen HOlzplatten, Holzbrettern, Wellblechen und Balken.

Baumhaus de luxe

Die 12 Kilometer lange Wanderung begann am Ortsrand und gleich dort befiel mich der Neid, als ich dieses prachtvolle Baumhaus sah. So weit ich mich an meine Kindheit zurück erinnern kann, war das höchste aller Gefühle – nicht nur mangels handwerklichen Geschicks sondern auch mangels Geduld – eine auf zwei Ästen quer gelegte Holzplatte. Staunend erkannte ich die Möglichkeiten, die mir damals entgangen sind. Bald ließen mich jedoch schöne Fernsichten, wie hier auf Simmershausen, den kleinen Kummer vergessen. Immer wieder gab es Kühe zu sehen, die fast nie fehlten. Den Abschluss bildetete der schöne Abstieg vom 649 m hohen Battenstein, an der Kapelle St. Maria vorbei und einem Kreuzweg von 14 Stationen entlang, der – ob man gläubig ist oder nicht – eine besondere Atmosphäre ausstrahlte.

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Extratour Hilderser

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Geschrieben am April 21, 2010 - von reisekalle

Rhön: Extratour “Tour de Natur”

Richtungsschilder für die Tour de Natur. Es ist nur die obere Spitze einer silbergrauen Metallstange zu sehen. An denen zwei weiße Richtungsschilder rechtwinklig von einander nach recht bzw. links nach schräg hinten zeigen.  Dahinter blauer Himmel. In der obersten Zeile steht jeweils in roter Schrift Tour de Natur mit Gesamtkilometerangabe von 12 km. Das linke Hinweisschild gibt zum Ausgangspunkt Parkplatz Bad Salzschlirf 6 km, das rechte Hinweisschild 7 km an. Diese Schrift ist in Schwarz. Darunter sind noch weitere Angaben die hier irrelevant sind.

6 + 7 = 12

Die Extratour “Tour de Natur” ist eine leichte 12 Kilometer lange Rundwanderung in der Rhön. Sie beginnt in Salzschlirf. Beispielhaft für viele Extratouren fallen mir die Rechenkünste auf. Wie hier im Bild zu sehen ist verlängert sich wie durch ein Wunder der Wanderweg um einen Kilometer, sobald er in Teilstrecken aufgeteilt ist. Abgesehen davon ist Tour de Natur eine schöne Wanderung.Teillweise schmale Pfade, ein wenig an der Lauter entlang, eine alte Eisenbahnbrücke und ein altes Schrankenwärterhäuschen bietem dem Auge Abwechslung.
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Tour de Natur
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Geschrieben am April 19, 2010 - von reisekalle

Schnitzeljagd auf der Luminale

Panoramabild: Kraftwerk in der Nacht.

Das Staudinger Kraftwerk in luminalem Outfit

Ich wagte noch zwei Versuche und hoffte  mit dem Programmheft für die Luminale gerüstet zu sein.  Meine Vorfreude wurde jedoch rasch gedämpft. Ich fühlte mich wie auf einer Schnitzeljagd. Die Lichtobjekte wirkten oft recht verloren. Meine große Hoffnung war der Palmengarten. Dann versuchte ich es am Hauptbahnhof. Letztendlich kam ich zum Schluss, dass es toll wäre, wenn bei der nächsten Luminale alle Lichter in Frankfurt, bis auf die der Teilnehmer, ausgeschaltet würden.

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Luminale in Frankfurt

Mein letzter Besuch beschränkte sich auf das Staudinger Kraftwerk in Großkrotzenburg. Ich stand vollkommen in Schwärze gehüllt am Mainufer und ließ die Lichter auf mich wirken.
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Staudinger Kraftwerk im luminalen Outfit
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Geschrieben am April 16, 2010 - von reisekalle

Luminale – das Aha-Erlebnis

Ein Wolkenkratzer in der Dunkelheit. Nur im Vordergrund in der rechten unteren Ecke ist eine Ecke eines alten Hauses erleuchtet. Auf dem Wolkenkratzer, der sich auf dem Bild leicht diagonal von rechts unten nach links oben erhebt sind zwei dunne Streifen in helles Licht getaucht. Der linke Lichtstreifen geht bis zum Dach des Wolkenkratzers. Der rechte Lichtstreifen taucht hinter dem alten Gebäude in der rechten unteren Ecke auf und läßt das letzte Drittel des Wolkenkratzers im Dunkeln.

Lichtstreifen auf einem Wolkenkratzer

In Bezug auf meinen vorherigen Artikel “Luminale ohne Lumina” muss ich gestehen, dass meine Recherche von der ich redete, ein kurzer Blick ins Internet war, und ich dort flüchtig ein einziges Bild einer bunt angestrahlten Häuserfassade sah. Dann muss ich noch irgendwie die letzte DSDS-Show im Kopf gehabt haben und schon setzte meine Fantasie aus diesen Bruchstücken eine oberflächlich pompöse Lichtershow zusammen. Natürlich wurde ich in dieser Hinsicht, als mir in Frankfurt keine rauschende Lichterflut entgegen wallte, enttäuscht. Bei meinem zweiten Besuch  genoss ich die ruhigen, punktuell gesetzten Stationen der Lichtdarstellung. Mittlerweile habe ich sogar ein Programmheft. Mein dritter Besuch wird endlich Struktur haben.

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Geschrieben am April 12, 2010 - von reisekalle

Luminale ohne Lumina

Commerzbanktower in Frankfurt bei Nacht. Das Bild ist im Hochformat. Der Tower ist in etwa der Mitte des Bildes und reicht mit seiner nadelartigen Spitze bis an den oberen Bildrand. In der oberen Hälfte ist der Tower deutlich zu erkennen. Das obere Viertel ist in gelbgrünes Licht getaucht. Darunter leuchten zwei Etagen wie rote Querstreifen. In der unteren Hälfte verschwimmt der Tower mit anderen Großstadtlichtern, die durch die Technik des Zoomens während der Aufnahme radiär nach unten abstrahlen.

Commerzbank-Tower am Kaiserplatz

Am Freitag erfuhr ich zufällig von der Luminale, die am Samstag beginnen solle. Ich recherchierte im Internet und stellte anhand früherer Bilder fest, dass sich ein Besuch in Frankfurt lohnen könne. Als ich gegen 21:00 Uhr ankam, zweifelte ich, ob ich mich nicht vielleicht im Datum vertan hätte. Ich sah nur ganz normale Großstadtlichter. Später stellte sich heraus, dass ich zwar Recht hatte, aber technische Schwierigkeiten einen termingerechten Start der Luminale hinauszögerten. So stand ich gegen 22:00 Uhr immer noch an der Hauptwache, fand, dass die Rotlichtmilieu-Atmosphäre gar nicht so übel war, machte also ein paar Bilder und produzierte nebenbei meine eigene Luminale. Da die ganze Lichtershow – mit oder ohne Beleuchtung! – bis zum 16.4.2010 geht, werde ich auf alle Fälle einen weiteren Versuch starten.

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Hauptwache und Commerzbank-Tower

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Geschrieben am April 11, 2010 - von reisekalle

Rhön: Extratour Rotes Moor

Übersichtskarte der Rhön mit allen Städten und Wanderwegen, die ich besucht habe. Die Wandertouren sind nur mit Namen und dem Wandersymbol eingezeichnet. Die Premiumwanderwege der Rhön werden alle mit rotem Anfangsbuchstaben gekennzeichnet. Die Extratour Rotes Moor ist rot markiert.

Extratour Rotes Moor

Dieser Premiumwanderweg ist 18 km lang. Gleich zu Beginn  stoße ich auf den Namensgeber dieser fantastischen Route, nämlich das Rote Moor. Zuerst erreiche ich einen kleinen See, der künstlich angelegt wurde damit sich das Moor bzw. der Torf  renaturieren kann, denn dazu benötigt es viel Wasser. Zwischen dem See und dem eigentlichen Moor befindet sich eine weitere Besonderheit, ein Wald aus Karpatenbirken. Zahlreiche Spinnennetze leuchten in der Morgensonne. Am Ende des mit Bohlen ausgelegten Weges steht der Aussichtsturm, von dem man einen schönen Blick über das Moor hat.

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Rotes Moor

Bachlauf im Wald von hinten oben nach vorne unten. Der Bach hat wenig Wasser und ist im unteren Bereich durch große dunkle Steine wie in zwei Terrassen aufgeteilt. Links vom Bach steigt der bewaldete Berg stark an. Rechts läuft parallel zum Bauch ein dunkelerdiger Waldweg bevor auch dort der Berg ansteigt. Sonnenlicht flutet durch die Baumkronen.

Die Kaskadenschlucht

Die restlichen 15 Kilometer sind eine Aneinanderreihung von Naturschönheiten und Fernsichten.  

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Fernsichten

Iim Vordergrund die Ulsterquelle leicht aus der Vogelperspektive. Sie liegt vom Wanderweg aus gesehen etwas tiefer und ist auf der Wegseite durch eine Mauer begrenzt, die mit dem Weg auf gleicher Höhe liegt. Links führt eine Treppe aus Steinplatten (zwei sind zu sehen) nach unten. HInten wird die Quelle durch einen kleinen zugewachsenen Felsenhügel begrenzt aus dem das Wasser heraussprudelt. Darüber ist ein entrindeter Baumstamm angebracht auf dem "Ulsterquelle steht. Links hinter der Quelle in der oberen Bildecke ist ein Tisch mit zwei Parkbänken aus dunklem Holz zu sehen.

Die Ulsterquelle

Irgendwann komme ich an der Quelle der Ulster vorbei. Sie ist eine der größeren Flüsse, die in der Rhön entspringen, wie die Fulda, die Sinn oder die Brend.

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Fantasie in Rosa

Den krönenden Abschluss bildet der Sonnenuntergang auf dem Heidelstein und zu guter letzt schwebt noch ein Heißluftballon in das Naturtheater hinein.

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Geschrieben am April 7, 2010 - von reisekalle

Durch die schwarzen Berge der südlichen Rhön

Übersichtskarte der Rhön mit allen Städten und Wanderwegen, die ich besucht habe. Die Wandertouren sind nur mit Namen und dem Wandersymbol eingezeichnet. Die Premiumwanderwege der Rhön werden alle mit rotem Anfangsbuchstaben gekennzeichnet. Die Hüttentour im Süden der Rhön ist rot markiert.

Die Hüttentour

Die Hüttentour – ein 16 Kilometer lange Rundwanderweg - ist einer der zahlreichen Premiumwanderwege in der Rhön und gehört zu meinen Favouriten. Der Start in Oberbach war etwas mühsam, weil entgegen des Qualitätskriteriums gut sichtbar angebrachter Wanderzeichen, diese fehlten. Ich verirrte mich also zwischen Bauernhöfen unter Hintergärten.  Leider entdeckte ich dort nicht das ersehnte Wanderzeichen, aber dafür längst ausgediente Kuriositäten, wie diesen Wagen hier.

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Irgendwo zwischen Bauernhof und Hintergarten

Kurze Zeit später stellte sich heraus, dass es nicht an meiner Dummheit oder an meinen mangelnden Orientierungsfähigkeiten lag. Ein Bewohner von Oberbach half mir aus der augenblicklichen  Desorientierung und tröstete mich, dass so etwas öfters vorkäme. Danach verlief alles Reibungslos. Viel Natur.  Viele Weitsichten. Als Höhepunkt der Basaltsee ”Tintenfass”. Er hat seinen Namen von einem der beiden Bergkuppen, die später wegen des Basalts abgebaut wurden.

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Viel Natur

Zeugen des Basaltabbaus sind die kleine Diesellok und die Umlenkstation.  Der Basalt wurde mit Hilfe der Diesellok aus den nahen Steinbrüchen zur Seilbahnstation transportiert  und durch diese dann ins Tal.  Der Name Umlenkstation kommt daher, weil später eine Seilbahn zu einem 4 Kilometer entfernen Steinbruch eingerichtet wurde, die den Basalt zur Bergstation transportierte und von dort ins Tal umgelenkt wurde.

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Umlenkstation

Auf dem späteren Wege sagten mir Schafe, Kühe und Pferde guten Tag. Der Wind pfiff um die Ohren. Es war ein gelungener Tag.
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Geschrieben am April 6, 2010 - von reisekalle

Klein anfangen – der Königsweg ist nur 9 km lang

Übersichtskarte der Rhön mit allen Städten und Wanderwegen, die ich besucht habe. Die Wandertouren sind nur mit Namen und dem Wandersymbol eingezeichnet. Die Premiumwanderwege der Rhön werden alle mit rotem Anfangsbuchstaben gekennzeichnet. Die erste Wanderung und der erste Ort - Bad Brückenau und Königsweg im Südwesten der Rhön sind rot markiert.

Extratouren und Städte in der Rhön

Um die Rhön zu Fuß zu erkunden, nahm ich mir die Extratouren vor, welche allesamt als Premiumwanderwege ausgezeichnet sind. Als erstes hatte ich mir zum Eingewöhnen den Königsweg ausgesucht, der nur eine Länge von 9 Kilometern aufweist und daher genial ist, um nach einer längeren Wanderpause die Kondition wieder aufzufrischen. Besonders möchte ich den historischen Kurpark im Staatsbad erwähnen, wo der Königsweg beginnt. Von der Landstraße, die von Bad Brückenau nach Burgsinn führt, hatte ich eine schöne Aussicht von oben. Der nächste besondere Aussichtpunkt befand sich auf dem Königsweg selbst. Auf halber Strecke hatte ich einen herrlichen Blick auf das Kloster Volkersberg. Ich hatte Glück. Der Winter kleidete alles in ein märchenhaftes Weiß und der blaue Himmel rundete die Stimmung zu einer genußvollen Wanderung ab.
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Staatsbad Bad Brückenau und  Kloster Volkersbach
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Geschrieben am April 5, 2010 - von reisekalle

Winter in der Rhön

Ein einzelner kleiner Baum taucht in der Mitte des Bildes im Schneegestöber auf. Im Hintergrund sind schemenhaft Sträucher zu erkennen.
Einmal wanderte ich von Poppenhausen zur Wasserkuppe. Während unten im Ort die Sonne ruhig schien und blauer Himmel Idylle vortäuschte, änderte sich die Situation schleichend mit jedem Höhenmeter. Der Wind wurde immmer stärker und der Schnee tiefer. Als ich dann 800 bis 1000 m vor der Wasserkuppe den schützenden Wald verließ, peitschte mir ein eisiger Orkan von rechts in das Gesicht. Mir blieb  fast die Luft weg. Mittlerweile versank ich fast bis zur Hüfte im Schnee. Den Schal, den ich mir um den Kopf gewickelt hatte, lieferte kaum Schutz. Mein rechtes Ohr war fast gefühllos geworden und konzentrierte sich nur noch auf den eisigen Schmerz, den der kalte Wind unerbittlich verursachte. Dennoch war es fantastisch, denn solche Situationen schaffen tolle Bilder. Leider – oder besser gottseidank – kapitulierte mein Akku und da ich ohne funktionierende Kamera keinen Schritt weiter mache, hatte ich - ohne mein Gesicht zu verlieren - einen offziellen Grund umzukehren. Sobald ich wieder im Wald war hörte der Spuk auf. Schade, ich hätte mich gerne noch weiter durchgekämpft. Nächstes Mal nehme ich einen Ersatzakku mit. Oder lieber nicht?
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Winterlandschaft in der Rhön
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Geschrieben am April 1, 2010 - von reisekalle

Allerlei – bunte Mischung aus dem Odenwald

Diese letzten Bilder habe ich irgendwo – auf meinen Streifzügen durch den Odenwald – aufgenommen.

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Geschrieben am März 31, 2010 - von reisekalle

Naturimpressionen im Odenwald

Während meiner Wanderungen und Fahrten durch den Odenwald machte ich einige Momentaufnahmen, die nicht unbedingt typisch für diese Region sind. Weil ich sie aber dort gemacht habe, fasse ich sie als Naturimrpessionen im Odenwald zusammen.

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Geschrieben am März 29, 2010 - von reisekalle

Erbach und Lautertal – Impressionen zweier Städtchen im Odenwald

Übersichtskarte vom Odenwald mit eingezeichneten Fernwanderwegen. Am Westrand des Odenwaldes zieht in violetter Farbe der Burgenweg von Eberstadt über Bensheim, Heppenheim bis zum Schloss in Heidelberg. Die anderen vier Wanderwege durchziehen den Odenwald in Form eines Schmetterlings. Diese vier Wege sind Rundwanderwege. Jeder deckt in etwa einen Quadranten ab, wobei beiden nördlichen Wanderwege nur halb so lang sind, wie die südlichen. Der Alemannenweg links wird in roter Farbe dargestellt. Der Frankenweg rechts in hellblauer Farbe. Der Burgundenweg im linken unteren Quadranten ist grün, der Badener Weg rechts ist gelb. Alle vier Wege kommen in der Nähe von Michelstadt dicht beisammen. Aber nur die nördlichen Wanderwege berühren sich dort. Der Alemannenweg fällt mit seinem westlichen Abschnitt (ungefähr 12-15 km) gänzlich mit dem Burgenweg zusammen mit dem Burgenweg zusammen und wird daher in der violetten Farbe des Burgenweges dargestellt. Lauterbach im Norden und Erbach in der Mitte des Odenwalds sind rot markiert.

Erbach und Lautertal

Erbach

Zentrum von Erbach. Großer geräumiger Platz. Rechts im Vordergrund das Denkmal des Grafen Franz I. Eine Statue auf einem Sandsteinsockel. Dieser ist eingezäunt. Die Statue schaut nach links. Im Hintergrund aber dominierend der Kirchturm. Davor ein Häuserensemble. Das mittlere Haus ist das alte Rathaus.

Kirche, Altes Rathaus und Denkmal des Grafen Franz I.

Der schönste Teil des Städtchens gruppiert sich um das Schloss. Es bleibt beim Spaziergang nichts anderes übrig als zu staunen und zu genießen.

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Erbach

Lautertal

Lautertal ist vermutlich wegen dem Felsenmeer ein Begriff, das oberhalb des Ortsteils Reichenbach liegt. Nichtsdestotrotz haben auch andere ortsteile ihre Schätze. Einige gut erhaltene Fachwerkhäuser verstecken sich hier. Davon möchte ich das historische Rathaus im Ortsteil Elmshausen vorstellen. In Gadernheim steht eine der ältesten Schmieden Hessen und in der Nähe eine evangelische Kirche, die 1912/13 vom Jugendstil-Architekten Heinrich Metzendorf im sogenannten Heimatstil erbaut wurde.
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Lautertal
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Geschrieben am März 28, 2010 - von reisekalle

Südlicher Odenwald 06 – Von Dallau bis Limbach

Die Ansicht der Odenwaldkarte ist wie in den vorherigen Kapiteln. Diesmal sind die Städte entlang der Elz markiert. Von Süd nach NOrd: Dallau, Rittersbach. Rechts von der Elz: Lohrbach und Fahrenbach. Etwas weiter östlich von der Elz: Adelsheim und Hembsbach.

Südlicher Odenwald - die Städte entlang der Elz

Die Städte, die ich vorstelle, sind wie immer auf der Karte rot markiert. Limbach habe ich nicht vermerkt, liegt aber nördlich von Fahrenbach und Rittersbach.

Dallau

In Dallau befindet sich der Rest einer Wasserburg des Deutschen Ordens. Übrig geblieben ist nur noch der runde Eckturm und der Saalbau  mit mittelalterlichem Treppengiebel.

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Dallau

Lohrbach

Der Saalbau ist von seiner Längsseite zu sehen. Die waagrechten Linien laufen nach rechts etwas zusammen. Am Ende wird er mit einem schmalen runden Turm mit Zwiebeldach begrenzt. Die Kirche besteht aus roten Steinquadern.

Alte katholische Kirche.

Lohrbach ist ein Stadtteil von Mosbach. Im Zentrum stehen ein paar architektonische Sehenswürdigkeiten, wie die alte katholische Kirche von 1763 oder Schloss Lohrbach und Reste einer alten Burganlage von denen ich leider nicht viel in Erfahrung bringen konnte.

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Lohrbach

Fahrenbach

Kirche im Weinbrennerstil von der Frontseite. In rotem Sandstein erbaut. Die Kirche hat einen Dachreiter und eine Säulenhalle mit vier Säulen. Drei Giebel sind zu sehen. Der erste an der Säulenhalle, der zweite am Langhaus und der dritte kleinste am Dachreiter. Der kleine Giebel ist die Basis für das spitze Dach des Reiters.

Evangelische Kirche im Weinbrennerstil in Fahrenbach

In Fahrenbach steht eine der schönsten Kirchen des Klassizismus in Baden, die evangelische Kirche, die 1830 im Weinbrenner-Stil erbaut wurde.

Kircheninnenraum von der Empore aus betrachtet. Der Arkadengang mit den farbenfrohen Fresken zieht diagonal von rechts in die linke obere Ecke. Die linke untere Ecke wird von einer Kirchbankreihe ausgefüllt, die links der ockerfarbenen Säulen aufgestellt ist. Im Arkadengang, also rechts der Säulen ist eine weitere Reihe von kleinen Kirchenbänken an der Wand aufgereiht.

In der St. Georgis-Kirche in Rittersbach

Rittersbach

In Rittersbach kann man in der neuromanischen Kirche St. Georgis  von 1896 schöne Fresken bewundern. Es sind Kopien der Fresken  von St. Georg in Reichenau-Oberzell. Der Kopist Fritz Kohlund malte sie 1888. Die Originale gehören zum Weltkulturerbe.

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Rittersbach

Adelsheim

In Adelsheim stehen zahlreiche historische Bauwerke. Einige sind mir besonders aufgefallen.

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Adelsheim

Hemsbach

Die Mauritiuskirche in Osterburken-Hemsbach ist seit 1281 bekannt. Die ehemalige Wallfahrstkirche ist denkmalgeschützt und enthält schöne Malereien aus dem 14./15. Jahrhundert.

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Mauritiuskirche

Limbach

Bunt und schön, das kleine Feuerwehrhaus in Scheringen-Limbach.

Kleines weißes Feuerwehrhaus mit rotem Ziegeldach und knallroter Tür und Tor. Das Feuerwehrhaus nimmt fast das ganze Bild ein. Links und rechts des Bildes lassen noch zwei schmale Streifen den Blick frei. Rechts ist ein großer Laubbaum zu erkennen. Links im HIntergrund das Dach eines Hauses, das  von Bäumen fast verdeckt wird. Am Feuerwehrhaus ist links die Tür und rechts das Tor. Über dem Tor steht groß in roter Schrift Feuerwehr. Rechts der Schrift ein blaues Wappen mit weißem Symbol. Links der Schrift ein gelbes  Wappen mit drei scgwarzen Panthern, die übereinander gemalt sind. Über dem Wappen in grau ein Feuerwehrhelm und links und rechts davon zwei Ääxte. Rechts und links vom Wappen züngelt rotes Feuer.

Feuerwehrhaus in Scheringen

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Geschrieben am März 25, 2010 - von reisekalle

Südlicher Odenwald 05 – Mosbach, eine Traum für Freunde von Fachwerkhäusern

Südlicher Odenwald - Karte wie in den vorherigen Kapiteln. Mosbach ist rot markiert.

Südlicher Odenwald - Mosbach

Auf dem Marktplatz. Vom Platz ist wenig zu sehen, weil das Rathaus mit Turm auf der gegenüberliegenden Seite und das Palm's Haus rechts vom Marktplatz ziemlicht dicht nach vorne heranrücken. Dunkelblauer Himmer mit vielen kleinen weißen Wolken durchsetzt.

Marktplatz mit Rathaus links und Palm'sche Haus (rechts)

Fachwerkhäuser über Fachwerkhäuser. Man kann sich kaum satt sehen und die Creme de la Creme  der Fachwerkhäuser trifft sich am Marktplatz. Hier steht unter anderem das Palm’sche Haus, ein 1610 erbautes Fachwerkhaus, das zu den schönsten Süddeutschlands zählt.
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Mosbach
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Geschrieben am März 24, 2010 - von reisekalle

Südlicher Odenwald 04 – Von Eberbach bis Neckarzimmern

Landkarte südlicher Odenwald - wie in den vorherigen Kapiteln. Diesmal sind Eberbach, Neckargerach, Mörtelstein, Neckarelz und Neckarzimmern rot markiert.

Südlicher Odenwald

Urlaubsstimmung kommt auf, wenn man am Neckar entlangfährt. Viele Städtchen und Burgen laden zum Spaziergang ein.

Der Neckar der von der rechten unteren Bildhälfte nach links oben fließt, nimmt mehr als die untere Bildhälfte ein. Am rechten Ufer ist die erste Häuserreihe von Eberbach zu sehen, die durch den rechteckigen abgeschlossen wird. Es ist sonnenlose Morgenstimmung. HInter dem Ort ist das nasse Grün eines bewaldeten Berges zu sehen. In der rechten Ecke zieht eine Nebelschwade. Am Neckarufer weiter hinten liegen zwei Personenschiffe an.

Eberbach mit Pulverturm im Hintergrund

Eberbach

In Eberbach ist das Bummeln ein besonderes Vergnügen, da die Altstadt verkehrsberuhigt ist. Vier Türme, ein wenig Stadtmauer und viele schöne alte Häuser bieten dem Auge abwechslung.

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Eberbach

Zwingenberg

Schloss Zwingenberg ist in der Mitte des Bildes in der oberen Bildhälfte zu sehen. Im Hintergrund das grün des waldbewachsenen Berges, der nur ganz oben und mehr links im Bild einen schmalen Streifen blauen Himmels frei lässt. Recht unter dem Schloss bis zum rechten Bildrand ist die Häuserreihe von Zwingenberg zu sehen, die sich dicht an den Berg anschmiegt und nur durch die Schnellstraße vom Neckar getrennt ist. Die Schnellstraße kann man nur erahnen, da sie durch ein Geländer zum Neckar hin verdeckt wird.. Rechts unten ist die Stadt Zwingenberg, die sich dicht ans Ufer des Neckars schmiegt. Der Neckar

Zwingenberg und Schloss

Im Neckartal findet sich eine Burg nach der anderen.  Beeindruckend ist auch das Schloss Zwingenberg, welches im 13. Jh. erbaut wurde. Hier in der Nähe gelangt man zur Wolfsschlucht, die ich schon früher vorgestellt habe.

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Schloss Zwingenberg

Neckargerach

Hoch über Neckargerach thront auf der gegenüberliegenden Neckarseite die Minneburg und präsentiert sich so als Wahrzeichen der Stadt.

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Minneburg

Mörtelstein

In Mörtelstein steht ein schmuckes Fachwerkrathaus aus dem Jahre 1801.

Grünes Fachwerkhaus mit rotem Dach und kleinem Türmchen auf dem Dach. Blauer Himmel über dem Haus. Im Vordergrund eine breite Straße.

Rathaus in Mörtelstein

Neckarelz

In Neckarelz beeindruckt das Tempelhaus, eine ehemalige Johanniterburg aus dem 12./13.Jh.

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Tempelhaus

Burg Horneberg steht links oben auf einem Weinberg, der leicht nach rechts abfällt.  Die Burg beginnt ganz links mit einem hohen runden Turm. Rechts ist der Rest einer Wand angeschlossen. Ganz oben befindet sich eine Fensterreihe aus 5 kleinen quadratischen Fesntern. Durch sie sieht man das Weiß einer Wolke. Der Himmel ist blau mit weißen Wolken. Zwischen dieser Wand und dem hohen runden Turm steht vorgesetzt ein kleiner dicker runder Turm, der niedriger als die Burgwand ist.Hinter diesem kleinen Turm und vor der Burgwand zieht eine relativ niedrige Burgmauer nach rechts an deren Ende ein schmaler runder Turm ist, der ungefähr die gleiche Höhe wie der dicke Turm hat. Die beiden schmalen Türme haben ein spitzes rotes Dach. Rechts unten vom schmalen Turn mit gewissem Abstand, sind noch ein paar Gebäude der unteren Burg zu sehen. Diese zwängen sich in der rechten unteren Bildecke.

Burg Horneberg

Neckarzimmern

Der Höhepunkt der Neckartour bildet die Burg Horneberg, welche eine der größten und bedeutensten Burgen im Neckartal ist. Sie war die Burg des Götz von Berlichingen, einem schwäbischen Reichsritter, der vor allem durch Goethes gleichnamiges Schauspiel bekannt sein dürfte. Burg Horneberg bestand ehemals aus zwei getrennten Anlagen, die 1510 durch eine gemeinsame Mauer zusammengefasst wurden. Die obere Burg ist teilweise zerfallen. Die untere Burg wird bewohnt. Außerdem kann man dort vortrefflichen Wein probieren und natürlich auch kaufen.
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Burg Horneberg
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Geschrieben am März 23, 2010 - von reisekalle

Südlicher Odenwald 03 – Hirschhorn, die Perle des Neckars

Landkarte wie im Kapitel zuvor. Jetzt ist Hirschhorn rot markiert.

Hirschhorn

Auf dem gegenüberliegenden Ufer ist Hirschhorn zu sehen. Vom Neckar ist am unteren Bildrand nur ein schmaler Streifen zu sehen, der leicht Diagonal von rechts nach links verläuft und dadurch links etwas breiter ist. Die obere Hälfte des Bildes wird von dunkelblauem, wolkenlosen Himmer ausgefüllt. Hirschhorn schmiegt sich an einen Felssporn, der von rechts ins Bild hineinragt und nach links abfällt. Hinter diesem Sporn erhebt sich in der linken Hälfte mehr zur Mitte hin ein Berg, der nach links ansteigt. Rechts auf dem Felssporn ist die Burg zusehen, mit einem kleinen schmalen rechteckigen Turim im Hintergrund. Vor und links von der Burg etwas tiefer, zum Neckar hin, sieht man die Klosterkirche. Auf dem Bergsporn, etwas weiter links von der Hauptburg sind zwei weitere kleinere Gebäude zu sehen. Dann kommen die Reste einer Burgmauer, die zum Neckarufer hin abfällt und hinter den Häusern von Hirschhorn untertaucht.

Hirschhorn

Hirschhorn ist ein anerkannter Erholungs- und Luftkurort und wird als die “Perle des Neckars” bezeichnet. Die herausragendste Sehenswürdigkeit dieser kleinen Stadt ist die Burg Hirschhorn, die unmittelbar über dem Ort liegt. Sie ist 1260 entstanden und in sehr gut erhaltenem Zustand geblieben. Einen schönen Blick  auf Stadt und Burg hat man vom Stadtteil Ersheim, der sich auf der gegenüberliegenden Neckarseite befindet. Hier steht die älteste Kirche des Neckartales, die Ersheimer Kapelle, die urkundlich 773 im Lorscher Codex erwähnt wird und gleichzeitig mit der Entstehungszeit von Ersheim zusammenfällt.
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Geschrieben am März 22, 2010 - von reisekalle

Südlicher Odenwald 02 – Neckarsteinach

Karte vom südlichen Odenwald entlang des Neckars. Folgende Städte sind von links nach rechts eingezeichnet: Schönau, Neckarsteinach, Hirschhorn und Ersheim, Eberbach, Wolfsschlucht, Zwingenberg, Neckargerach, Margarethenschlucht, Obrigheim, Neckarelz, Neckarzimmern. Neckarsteinach ist rot markiert.

Südlicher Odenwald - Entlang des Neckars

Neckarsteinach vom Neckar aus in Froschperspektive betrachtet. Links fließt der Neckar. ER nimmt im unteren Drittel des Bildes, die gesamte linke Bildhälfte ein, wobei er aus der linken Bildecke leicht diagonal nach rechts gerichtet ist. Die rechte Seite beginnt mit einem gepflasterten Platz im Vordergrund. Drei lange Stufen im leichten Bogen, der zum Neckar hin konvex gekrümmt ist, erheben sich nach rechts zum Uferweg. Dieser wird rechts von einer hohen Mauer begrenzt. Nach dem Platz folgt ein Bootssteg. Dann sieht man Neckarsteinach am rechten Ufer entlang geschmiegt. Etwas erhöht sind dann die vier Burgen zu sehen, die in regelmäßigen Abständen dem Verlauf des Flusses folgen. Im Hintergrund kann man sehen, dass der Neckar eine scharfe Linkskurve hat, die aber durch die Froschperspektive vom linken Ufer verdeckt wird. Die letzte der vier Burgen befindet sich auf der linken Seite des Bildes in der unteren Bildhälfte. Die gesamte obere Bildhälfte ist durch blauen Himmel ausgefüllt.

Die vier Burgen

Neckarsteinach

Die bedeutensden Sehenswürdigkeiten von Neckarsteinach sind die vier Burgen. Auf dem Bild sind von rechts nach links die Vorderburg, die Mittelburg, die Hinterburg und Burg Schadeck zu sehen. Ein beschaulicher Wanderweg verbindet die Burgen. Hat man die letzte Burg erreicht so wird man mit einem wunderschönen Blick auf das Neckartal belohnt. Weitere Sehenswürdigkeiten sind neben ein paar Fachwerkhäusern das Alte Amtshaus, die Herz-Jesu-Kirche und die evangelische Kirche. Natürlich konnte ich mir nicht verkneifen einen Besuch in der Kirche abzustatten, wobei zu diesm Zeitpunkt nur die evangelische Kirch geöffnet war.
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